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NEW YORK - Eine mögliche Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat der Wall Street am Mittwoch einen Schub gegeben.

12.09.2018 - 17:41:24

New York: Mögliche Gespräche der USA mit China schieben Kurse an. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" schlagen die USA eine neue Gesprächsrunde zum Handel mit China vor.

reichte die Nachricht immerhin aus, um bei 7491,20 Zählern das Minus auf 0,22 Prozent einzudämmen.

Unternehmensseitig stand Apple im Fokus. Am Abend mitteleuropäischer Zeit wird der Tech-Gigant neue iPhones präsentieren. Nachdem sich die Aktie zuletzt von den tagelangen Verlusten infolge der Diskussionen um mögliche Strafzölle auf in China hergestellte Produkte erholt hatte, ging es nun um fast ein halbes Prozent bergab.

Härter traf es die Papiere von Chipherstellern, zu denen sich Goldman Sachs skeptisch geäußert hatte. Für Micron Technology und Lam Research strich die US-Investmentbank sogar ihre bisherigen Kaufempfehlungen, was zu Kursverlusten von fast 5 beziehungsweise zweieinhalb Prozent führte. Goldman sieht erste Anzeichen eines Überangebotes von Speicherchips und schraubte daher die Erwartungen für die Branche zurück. Den Sektor der Ausrüster halten die Experten der Bank nicht mehr für attraktiv und stufen ihn nur noch neutral ein.

Dagegen profitierten die Ölkonzerne weiter vom Höhenflug der Preise für den wichtigen Rohstoff: Chevron und ExxonMobil gehörten mit Aufschlägen von 1,78 und 0,86 Prozent zu den besseren Werten im Dow. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern stützt die Entwicklung der Ölreserven in den USA den Ölmarkt. Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche deutlicher als erwartet zurückgegangen, wie aktuelle Daten belegen. Außerdem haben die Anleger am Ölmarkt die weitere Entwicklung des Hurrikans "Florence" im Blick, der auf die Ostküste der USA zusteuert.

Dass sich die milliardenschwere Übernahme des Rivalen Sprint durch die US-Mobilfunksparte T-Mobile US der Deutschen Telekom verzögern könnte, schreckte die Anleger nicht: Die Aktien von Sprint und T-Mobile US verteuerten sich um über 2 beziehungsweise mehr als anderthalb Prozent. Die US-Telekomaufsicht FCC braucht nach eigenen Angaben mehr Zeit für die Prüfung der angedachten Netzzusammenlegung, wie sie beiden Unternehmen mitteilte.

Die Anteilseigner des Tabakkonzerns Altria ließ derweil ein Bericht kalt, wonach die US-Gesundheitsbehörde FDA aus Jugendschutzgründen ein Verbot von geschmacksangereicherten E-Zigaretten erwägt: Die seit Jahresbeginn sehr schwachen Aktien reagierten vielmehr positiv und zogen bei einem deutlich erhöhten Handelsvolumen um knapp 7 Prozent an. Ein solches Verbot könnte Experten zufolge zur Rückkehr von Rauchern zu herkömmlichen Zigaretten führen und dem E-Zigaretten-Hersteller Juul einen schweren Schlag versetzen.

Sein Börsendebüt in New York gab an diesem Mittwoch der chinesische Elektro-Autohersteller Nio . Grund zum Feiern hatten die Anleger beim Tesla-Konkurrenten zunächst aber nicht: Nachdem schon der Ausgabepreis der Aktie bei 6,26 US-Dollar am unteren Ende der ursprünglichen Preisspanne gelegen hatte, startete sie mit 6,00 Dollar in den Handel und notierte zuletzt bei 6,17 Dollar.

@ dpa.de

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