S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Die Stimmung an der New Yorker Wall Street hat sich nach einem starken Jahresauftakt eingetrübt.

06.01.2022 - 22:46:00

Aktien New York Schluss: Wall-Street-Index Dow weitet Verluste aus. Details aus dem Notenbank-Protokoll hatten bereits für einen schwachen Handelsschluss am Mittwoch gesorgt. Am Donnerstag verlor der Dow Jones Industrial weitere 0,47 Prozent auf 36 236,47 Punkte.

schloss mit minus 0,04 Prozent auf 15 765,36 Punkte zwar ebenfalls knapp behauptet, hat allerdings seit Jahresbeginn 3,4 Prozent eingebüßt.

Starke Auftragseingangsdaten aus der Industrie und wenn auch etwas schwächer als erwartete, aber immer noch starke ISM-Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungsgewerbe sorgten für eine gewisse Zurückhaltung unter den Anlegern. Denn: Wachstumszweifel seien nach diesen Daten "nicht angebracht", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. Zwar forcierten sie die Erwartungen an bald steigende Zinsen in den USA nicht zusätzlich, allerdings seien "diese bereits deutlich ausgeprägt".

Dass die Zinsen bald angehoben werden, daran hatte die US-Notenbank (Fed) in ihren am Vortag veröffentlichten Minutes keinen Zweifel gelassen. Darüber hinaus hatten sich einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses dafür ausgesprochen, auch schon kurz nach der ersten Zinserhöhung mit der Verringerung der Bilanzsumme der Notenbank zu beginnen. Das habe die Märkte insofern überrascht, da die Fed-Protokolle eine recht aggressive geldpolitische Sicht der Notenbanker offenbart hätten, urteilte Analystin Birgit Henseler von der DZ Bank.

Unternehmensseitig standen im Dow die Aktien von Walgreens im Blick, die nach vorgelegten Zahlen für das erste Geschäftsquartal und trotz angehobener Jahresziele 2,9 Prozent verloren. Die Drogerie- und Apothekenkette startete dank Corona-Impfungen und -Tests mit überraschend starken Zuwächsen in das neue Geschäftsjahr. Der Gesundheitssektor wurde an diesem Handelstag allerdings von vielen Anlegern gemieden.

Tesla gaben weiter nach. Die Anteile des E-Autoherstellers, die Anfang des Jahres noch etwas mehr als 1200 US-Dollar pro Stück gekostet hatten, büßten 2,2 Prozent ein und nähern sich zusehends der 1000-Dollar-Marke.

Die Papiere des Branchenkollegen Rivian sackten zeitweise auf ein Rekordtief von 75,13 Dollar, verringerten ihre Verluste bis Handelsschluss allerdings deutlich. Sie büßten letztlich 3,0 Prozent auf 87,33 Euro ein. Der tags zuvor bekannt gewordene E-Transporter-Deal von Amazon mit dem Autobauer Stellantis - eine erste Lieferung soll es bereits 2023 geben - belastete weiter.

Auf Erholungskurs dagegen gingen die Meta -Papiere. Die Aktien der Facebook-Mutter gewannen 2,6 Prozent.

Für Bed Bath & Beyond ging es zeitweise um 20 Prozent nach oben, zuletzt stand ein Plus von 8,0 Prozent zu Buche. Dabei war der Quartalsbericht des Einzelhändlers wegen Lieferengpässen eher durchwachsen ausgefallen und der Ausblick auf das vierte Quartal hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Experten zufolge zählt das Papier weiterhin zu den Lieblingen sogenannter Meme-Aktien-Händler. Diese engagieren sich bei Titeln, die unter Privatinvestoren im Internet heiß diskutiert werden. Immer wieder kommt es dabei zu Kaufappellen, denen auch häufig gefolgt wird. Viele professionelle Anleger hingegen meiden diese Aktien und wetten zum Teil sogar auf sinkende Kurse.

Der Kurs des Euro gab bis zum Börsenschluss an der Wall Street auf 1,1293 Dollar nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1315 (Mittwoch: 1,1319) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8838 (0,8835) Euro.

Am US-Rentenmarkt stiegen die Renditen weiter. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,23 Prozent auf 128,61 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere legte im Gegenzug auf 1,726 Prozent zu./ck/he

Von Claudia Müller, dpa-AFX

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien New York Schluss: Techwerte erholen sich - JPMorgan enttäuscht. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial ging daraufhin mit einem Abschlag von 0,56 Prozent auf 35 911,81 Punkten ins verlängerte Wochenende - am Montag ist in den USA Feiertag und die Börse geschlossen. Technologiewerte erholten sich im späten Handel von ihrem Ausverkauf am Vortag und halfen somit auch dem Gesamtmarkt, seine Einbußen zu verringern. Auf Wochensicht verbuchte der Dow ein Minus von 0,9 Prozent. NEW YORK - Zum Start der US-Berichtssaison haben am Freitag Quartalszahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne überwiegend für Enttäuschung gesorgt. (Boerse, 14.01.2022 - 22:40) weiterlesen...

Aktien New York: JPMorgan enttäuscht - Dow klar im Minus. Die Zahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne fielen überwiegend enttäuschend aus. Auch die am Vortag abermals unter starken Verkaufsdruck geratenen Technologiewerte erholten sich nicht. Sie leiden besonders unter Zinsängsten, die noch einmal größer geworden sind, nachdem einige US-Währungshüter signalisiert hatten, die Inflation aggressiv bekämpfen zu wollen. NEW YORK - Zum Start der Berichtssaison in den USA hat der New Yorker Aktienmarkt am Freitag seine Vortagesverluste ausgeweitet. (Boerse, 14.01.2022 - 19:39) weiterlesen...

Aktien New York: Schwache Zahlen von Banken - Dow im Minus. Die Zahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne fielen überwiegend enttäuschend aus. Die Aktien von JPMorgan sackten daraufhin deutlich ab. Auch die am Vortag abermals unter starken Verkaufsdruck geratenen Technologiewerte verloren zunächst weiter an Boden, fingen sich dann aber etwas. Sie leiden besonders unter Zinsängsten, die noch einmal größer geworden sind, nachdem einige US-Währungshüter signalisiert hatten, die Inflation aggressiv bekämpfen zu wollen. NEW YORK - Zum Start der Berichtssaison der US-Unternehmen hat der New Yorker Aktienmarkt am Freitag seine Verluste vom Vortag ausgeweitet. (Boerse, 14.01.2022 - 17:03) weiterlesen...

Aktien New York Ausblick: Wall Street mit Einbußen zum Start der Berichtssaison. Die Zahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne fielen überwiegend enttäuschend aus. Auch die am Vortag schon unter massiven Verkaufsdruck geratenen Technologiewerte sollten weiter an Boden abgeben. Sie litten besonders unter Zinsängsten, nachdem einige US-Währungshüter signalisiert hatten, die Inflation aggressiv bekämpfen zu wollen. NEW YORK - Zum Start der Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen dürfte die Wall Street am Freitag mit Verlusten reagieren und damit ihre Talfahrt vom Vortag fortsetzen. (Boerse, 14.01.2022 - 15:09) weiterlesen...

Aktien New York Schluss: Techwerte wieder im Ausverkauf. Der Nasdaq 100 verlor 2,57 Prozent auf 15 495,62 Punkte. Damit sind seine Kursgewinne seit dem späten Montagshandel wieder dahin. NEW YORK - Die jüngste Erholung im US-Technologiesektor hat am Donnerstag ihr vorzeitiges Ende gefunden. (Boerse, 13.01.2022 - 22:43) weiterlesen...

Aktien New York: Techsektor nach Erholungsrally wieder im Rückwärtsgang. Der Nasdaq 100 mit seiner recht hohen Anzahl an Technologie-Werten sank um 0,63 Prozent auf 4697 Punkte. NEW YORK - Die Erholung im US-Technologiesektor hat am Donnerstag ihr vorzeitiges Ende gefunden. (Boerse, 13.01.2022 - 20:01) weiterlesen...