S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Die Angst vor einer Rezession hat die Aktienmärkte in den USA weiter fest im Griff.

23.09.2022 - 17:08:01

Aktien New York: Rezessionsangst drückt Dow auf Tief seit Ende 2020. Mit Blick auf eine drohende Rezession verkauften Investoren auch am Freitag Aktien. Dter Leitindex Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel mit rund 29 644 Zählern auf ein Tief seit Ende 2020. Zuletzt stand das Börsenbarometer wieder etwas darüber bei 29 693,11 Punkten, das war ein Minus von 1,28 Prozent.

verlor 1,76 Prozent auf 3692,02 Zähler. Der Nasdaq 100 fiel um 1,62 Prozent auf 11 315,67 Punkte.

"Steigende Zinsen, steigende Schmerzen", schlussfolgerte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets. Mit der Aussicht auf zwei weitere Zinsschritte bis Jahresende habe die US-Notenbank Fed die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit elf Jahren katapultiert. Das mache Aktien unattraktiver. "Die Anleger sehen sich mit einer Zinswende in noch nie dagewesenem Tempo konfrontiert und bleiben dem Aktienmarkt fern", schrieb Molnar.

Vor diesem Hintergrund senkten die Experten der US-Bank Goldman Sachs die Prognose für den marktbreiten S&P 500 Index. Weil die Zinsanstiege die US-Aktien nach unten ziehen, dürfte der Index laut den Experten bis Jahresende 16 Prozent tiefer liegen als bisher angenommen. Anleger seien gut beraten, vorerst in der Deckung zu bleiben.

Bei den Einzelwerten ging es für die Papiere von Boeing zuletzt deutlich bergab, sie büßten mehr als vier Prozent ein. Der Luftfahrtkonzern muss im Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC nach den zwei Abstürzen des Unglücksjets 737 Max 200 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die SEC hatte dem Konzern und dem damaligen Boeing-Chef Dennis Muilenburg vorgeworfen, Investoren über die Sicherheit seiner 737 Max getäuscht zu haben.

Aktien der Großhandelskette Costco verbilligten sich nach den vorabendlich veröffentlichten Zahlen um 2,3 Prozent. Börsianer machten für die Verluste vor allem den Margenrückgang verantwortlich. Der Konzern kämpft mit steigenden Fracht- und Arbeitskosten.

Unter den Technologiewerten standen auch zahlreiche Schwergewichte unter Druck. Für Microsoft ging es um rund ein Prozent bergab, Apple und die Facebook-Mutter Meta büßten jeweils mehr als eineinhalb Prozent ein. Amazon -Aktien gaben angesichts eines kritischen Presseberichts mit zweieinhalb Prozent noch etwas deutlicher nach. Laut "Wall Street Journal" soll der weltgrößte Online-Händler besonders unsichere Speditionen für den Versand seiner Waren beauftragt haben.

@ dpa.de

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