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NEW YORK - Die Angst der Anleger vor schnellen Zinserhöhungen in den USA hat am Mittwoch neue Nahrung erhalten.

14.02.2018 - 17:08:38

Aktien New York: US-Börsen trotzen untermauerten Zinssorgen. Im Januar unerwartet deutlich gestiegene Verbraucherpreise bestätigten die zuletzt spürbaren Sorgen vor einer möglicherweise steileren Zinskurve. Die Marktreaktion fiel nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen aber verhalten aus. Der Dow Jones Industrial schaffte es nach frühen Verlusten sogar in die Gewinnzone. Zuletzt legte er moderat um 0,24 Prozent auf 24 698,43 Punkte zu.

misst. Der marktbreite New Yorker Aktienindex schaffte es am Mittwoch noch deutlicher als der Dow mit 0,35 Prozent ins Plus auf 2672,18 Punkte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 stieg gar um 0,71 Prozent auf 6600,18 Punkte.

Die Verbraucherpreise waren im Januar im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent gestiegen, womit sich eine von vielen Experten erwartete Abschwächung der Teuerung nicht bewahrheitete. Anleger reagieren darauf stets empfindlich, weil dies den geldpolitischen Spielraum für die US-Notenbank Fed erhöht - und damit mehr Zinsschritte zur Folge haben kann. Christiane von Berg von der BayernLB rechnet nun mit vier Erhöhungen in diesem Jahr. Bislang haben die Währungshüter drei in Aussicht gestellt.

Auf Unternehmensseite sorgten einige Nebenwerte mit Zahlen für Aufsehen - insbesondere die Aktien von Fossil , die nach einer jahrelangen Talfahrt im Frühhandel um spektakuläre 80 Prozent anzogen. Zuletzt betrug das Kursplus bei dem Uhren- und Taschenproduzenten noch fast 55 Prozent. Im vierten Quartal übertroffene Erwartungen sorgten hier bei Anlegern für Euphorie.

Ein deutlicher Gewinner waren außerdem die Aktien des IT-Konzerns und Geldautomaten-Herstellers Diebold Nixdorf. Sie machten einen Satz nach oben um 9 Prozent, nachdem die Resultate für das vierte Quartal die Erwartungen übertroffen hatten. Gutes Feedback erhielten am Markt außerdem die Zahlen des Finanzdienstleisters Western Union, dessen Papiere um 3 Prozent anzogen. Lob gab es dort für einen etwas besser als erwarteten Ausblick.

Die Aktien von Groupon dagegen sackten um fast 9 Prozent ab. Das Schnäppchenportal hatte die Erwartungen der Anleger beim Ausblick auf das bereinigte operative Ergebnis enttäuscht.

Ansonsten sorgte das Ringen um den Chipkonzern Qualcomm weiter für Gesprächsstoff. Möglicherweise macht Interessent Broadcom ein wichtiges Zugeständnis, indem er sich bei der anstehenden Hauptversammlung nun mit einer Mehrheit im Verwaltungsrat begnügen will. Für die Kurse war dies jedoch kein Treiber: beide Aktien bewegten sich mit dem Markt moderat im Plus.

@ dpa.de

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