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NEW YORK - Der Auftakt in das neue Börsenhalbjahr an der Wall Street dürfte den Anlegern am Freitag wenig Erleichterung bringen.

01.07.2022 - 15:00:27

Aktien New York Ausblick: Trüber Start ins neue Halbjahr. Nach einer bisher holperigen Woche zeichnet sich für den letzten Handelstag der Woche ein erneut trüber Handelsstart ab. Laut dem Broker IG wird der Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor dem Beginn um 0,20 Prozent schwächer bei 30 712 Punkten erwartet, für den Auswahlindex Nasdaq 100 zeichnet sich ein Minus von 0,4 Prozent auf 11456 Zähler ab.

die schwächsten ersten sechs Monate seit 1970. Im Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war das Resultat für Januar bis Juni so schlecht wie seit 2002 nicht mehr.

Gleichzeitig regiert an den Märkten die Angst vor einem womöglich zu straffen Kurs der Notenbanken. Die Währungshüter reagieren mit Zinserhöhungen auf die rekordhohe Teuerung - so auch die US-Notenbank Fed. Erst in dieser Woche hatte deren Chef Jerome Powell erneut die Verpflichtung der Währungshüter unterstrichen, die Geldpolitik weiter zu straffen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Daten aus der Eurozone zeigten am Freitag, dass auch dort die rekordhohe Teuerung weiter ihren Lauf nimmt.

Angesichts der zunehmenden Rezessionsängste habe der Markt inzwischen auch begonnen, die Auswirkungen auf die Gewinnaussichten der Unternehmen zu bewerten, schrieb Experte Stephen Innes von Spi Asset Management. Das Augenmerk der Börsianer dürfte deshalb an diesen Handelstag auf dem ISM-Index für die Industrie liegen, der als wichtiger Konjunkturindikator gilt. Die Veröffentlichung steht kurz nach dem Handelsbeginn an.

Eine schwächere Nachfrage bekommt inzwischen auch der Halbleiterhersteller Micron zu spüren. Der am Vorabend veröffentlichte Umsatzausblick für das letzte Geschäftsquartal habe enttäuscht, hieß es von Börsianern. Vorbörslich rutschte die Aktie um fast fünf Prozent ab.

Für einen Paukenschlag sorgte derweil die Kaufhauskette Kohl?s - sie gab das Ende der Gespräche über eine Übernahme durch die Franchise Group bekannt. Das Management verwies nach dreiwöchigen exklusiven Verhandlungen auf das schwierige Finanzierungs- und Einzelhandelsumfeld und erklärte, dies seien Hindernisse für eine akzeptable Vereinbarung mit dem potenziellen Käufer. Viele enttäuschte Anleger flohen vorbörslich aus dem Titel, der ohnehin bereits seit Wochen massiv unter Druck steht.

@ dpa.de

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