S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Auch am Dienstag ist der Handel an den US-Börsen von nervösen Schwankungen geprägt gewesen.

25.01.2022 - 22:31:03

Aktien New York Schluss: Dow reduziert Verluste - Tech-Ausverkauf hält an. Wie schon am Vortag startete der Handel mit einer Flucht der Anleger aus dem Risiko. Nach einem frühen Abschlag von mehr als zwei Prozent drehte der Dow Jones Industrial gestützt auf gut aufgenommene Quartalszahlen einiger Indexmitglieder zeitweise wieder ins Plus. Zum Schluss allerdings stand mit 34 297,73 Punkten wieder ein dünnes Minus von 0,19 Prozent auf der Kurstafel.

verlor 1,22 Prozent auf 4356,45 Zähler. Angeschlagen bleibt aber vor allem der technologielastige Nasdaq 100 , der um 2,48 Prozent auf 14 149,12 Zähler absackte.

Börsianern zufolge ist es die große Frage, wie die Notenbank Fed künftig den Spagat schafft, die hohe Inflation zu bekämpfen und gleichzeitig die Finanzmärkte vor einer Schieflage zu bewahren. Die Strategen von Goldman Sachs warnen inzwischen vor der Gefahr eines zinsbedingten Wachstumsschocks. Besonders für stärker verschuldete Unternehmen aus der Technologiebranche wird die Perspektive anziehender Zinsen schon länger als Problem angesehen.

Im Dow ging es an der Indexspitze für die Titel von American Express um fast neun Prozent nach oben. Der Kreditkartenkonzern überzeugte im vierten Quartal mit einem kräftigem Umsatz- und Gewinnsprung, der laut den Experten von Evercore ISI die Erwartungen übertraf.

Aber auch die Papiere von IBM schlossen nach guten Zahlen komfortabel mit 5,7 Prozent in der Gewinnzone. Dem IT-Konzern hatte eine starke Nachfrage nach Cloud-Software und IT-Services das größte Umsatzplus seit Jahren beschert. Analyst Mirko Maier von der LBBW sah die Zahlen auch hier über den Erwartungen.

Überzeugendes hatte auch der Konsumgüter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson mit einem Umsatz- und Gewinnsprung im vergangenen Jahr zu berichten. Analyst Matt Miksic von Credit Suisse lobte hier aber vor allem den Ausblick auf das Jahr 2022, der über den Erwartungen liege. Die Titel gewannen 2,9 Prozent.

Gefragt waren auch Ölwerte im Schlepptau wieder anziehender Ölpreise. Chevron mischten sich im Dow mit einem Anstieg um 4,3 Prozent unter die größten Gewinner. Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank wertete eine Korrektur, die am Vortag stattfand, nicht als Zeichen einer Trendwende.

An der erneut abrutschenden Nasdaq-Börse bleiben die Netflix -Aktien ein Sinnbild für die jüngste Schwäche der dort konzentrierten Technologiewerte. Am Dienstag sackten sie um 5,4 Prozent auf gut 366 Dollar ab, blieben damit aber innerhalb der ausgeprägten Schwankungsspanne vom Vortag. Da waren sie erstmals seit der Frühphase der Corona-Pandemie wieder nahe der Marke von 350 Dollar gehandelt worden.

Die Aktien von Nvidia prägten derweil mit einem Abschlag von 4,5 Prozent das Bild im weiterhin schwachen Chipsektor. Der Grafikkarten-Spezialist rechnet Insidern zufolge wegen zu hoher regulatorischer Hürden nicht mehr mit der Übernahme des Chip-Designers Arm. Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research betonte, das Geschäft wäre ein tolle Sache gewesen.

Am breiten Markt gerieten die Papiere des Mischkonzerns General Electric deutlich mit sechs Prozent unter Druck. Die Zahlen vergraulten einmal mehr die Anleger, der Kurs näherte sich dem Zwischentief vor Weihnachten. Eine enttäuschende Umsatzentwicklung wurde am Markt als Rückschlag gewertet, was die Neuausrichtung unter Konzernchef Larry Culp betrifft.

Der Euro erholte sich von einem zwischenzeitlichen Tief seit der Vorweihnachtszeit. Zuletzt wurde er mit 1,1304 Dollar wieder knapp über der Marke von 1,13 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1268 (Montag: 1,1304) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8846) Euro.

Im Umfeld der schwankenden Finanzmärkte konnten US-Staatsanleihen keine weiteren Gewinne mehr einfahren. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel zuletzt um 0,30 Prozent auf 128,14 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 1,78 Prozent./tih/he

Von Timo Hausdorf, dpa-AFX

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien New York Ausblick: Snaps Gewinnwarnung drückt schwer auf die Stimmung. Enttäuschende Quartalszahlen und vorsichtige Ausblicke machen die Anleger wieder risikoscheu. Die von Snap kassierten Quartalsziele schürten erneut Sorgen über Risiken rund um das Wirtschaftswachstum und dürften wohl den gesamten Technologiesektor belasten. NEW YORK - Nach der Erholung zum Wochenstart werden die US-Aktienbörsen am Dienstag wieder schwächer erwartet. (Boerse, 24.05.2022 - 14:58) weiterlesen...

Aktien New York Schluss: Entspannung im Streit mit China und Banken treiben an. Nach einer verlustreichen Woche bauten die US-Börsen ihre Gewinne nun im Handelsverlauf sukzessive aus. NEW YORK - Entspannungssignale im Handelsstreit mit China und ein starker Bankensektor haben an der Wall Street am Montag für gute Stimmung gesorgt. (Boerse, 23.05.2022 - 22:47) weiterlesen...

Aktien New York: Starke Banken und Entspannung mit China treiben Wall Street an. Als Stütze wurde am Montag gesehen, dass die US-Regierung angesichts der hohen Inflationsrate erwägt, manche unter der Trump-Regierung eingeführten Strafzölle auf Importe aus China wieder abzuschaffen. NEW YORK - Nach Zeichen der Entspannung zwischen den USA und China hat die Wall Street ihre Gewinne im Handelsverlauf ausgeweitet. (Boerse, 23.05.2022 - 20:19) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP/Aktien New York: Entspannung mit China färbt auf US-Börse ab Im 6. Absatz wurde eine Formulierung geändert) (Boerse, 23.05.2022 - 17:08) weiterlesen...

Aktien New York: Wall Street macht nach verlustreicher Woche wieder Boden gut. Als Stütze wurde am Montag gesehen, dass die US-Regierung angesichts der hohen Inflationsrate erwägt, manche unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump eingeführten Strafzölle auf Importe aus China wieder abzuschaffen. NEW YORK - Nach Zeichen der Entspannung zwischen den USA und China hat die Wall Street ihren Aufwärtstrend aus dem späten Geschäft vom Freitag fortgesetzt. (Boerse, 23.05.2022 - 17:07) weiterlesen...

Aktien New York Ausblick: Dow weiter erholt - 'Bärenmarkt'-Frage bleibt im Blick. Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn sieht der Broker IG den Dow Jones Industrial wird zum Handelsstart 0,6 Prozent höher auf 11 911 Punkte taxiert. NEW YORK - Die Erholung vom späten Freitagabend dürfte sich am Montag an den US-Börsen zunächst zaghaft fortsetzen. (Boerse, 23.05.2022 - 14:55) weiterlesen...