S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Am US-Aktienmarkt haben zum Auftakt in die neue Woche abermals die Technologiewerte unter den erwarteten Leitzinserhöhungen gelitten.

10.01.2022 - 17:21:04

Aktien New York: Nächster Ausverkaufstag an der Nasdaq. Am Montag rutschte der Nasdaq 100 im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Zuletzt verlor er 2,11 Prozent auf 15 263 Zähler, während die Rendite für zehnjährige US-Staatspapiere auf 1,8 Prozent anzog.

verlor 1,42 Prozent auf 35 717 Punkte. Der marktbreite S&P 500 stand 1,82 Prozent tiefer auf 4592 Punkten.

Der Technologiesektor sei einerseits pandemiebedingt stark gewachsen, zum andern habe die hohe Technikaffinität zu einer hohen Marktkapitalisierung der einzelnen Unternehmen geführt, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Diese wirke sich nun bei fallenden Kursen negativ auf den Gesamtmarkt aus und könne von den anderen Branchen nicht aufgefangen werden.

Bereits die erste Handelswoche 2022 war für Technologiewerte sehr schlecht gelaufen. Anleger sorgen sich hier, dass höhere Zinsen und damit teurere Finanzierungen den Schwung in der Wachstumsbranche ausbremsen könnten. Mit Nervosität wird nun auf die zur Wochenmitte anstehenden Inflationsdaten gewartet. Steigt die Teuerung weiter, dürfte sich die US-Notenbank in ihrem geldpolitischen Straffungskurs einmal mehr bestätigt sehen. Einige Fed-Mitglieder hatten zuletzt zudem gefordert, mit dem Bilanzabbau relativ bald nach der ersten Zinsanhebung zu beginnen. Die Volkswirte von Goldman Sachs rechnen inzwischen mit vier Zinsschritten der Fed in diesem Jahr, während allgemein bislang von drei Erhöhungen ausgegangen wurde.

Unter den Einzelwerten rückten am Montag die beiden Computerspiele- Entwickler Zynga und Take-Two Interactive Software in den Fokus. Take-Two will Zynga für 12,7 Milliarden US-Dollar oder 9,86 Dollar je Aktie übernehmen. Der Kaufpreis entspricht einer Prämie von 64 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag. Während Zynga am Montag nun um 45 Prozent nach oben schossen, gaben Take-Two um mehr als 13 Prozent nach.

Nike verloren weit hinten im Dow fast vier Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hatte die Aktien des Sportartikelherstellers von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Die Produktionsprobleme in Vietnam dürften überstanden sein, aber die Lage in den weltweiten Lieferketten bleibe angespannt, schrieb Analyst Erwan Rambourg. Zudem dürfte die Nachfrage chinesischer Kunden eher träge bleiben.

Den Nike-Kurs belastete aber auch eine Warnung von Lululemon Athletica , wonach Umsatz und Gewinn im vierten Geschäftsquartal wegen der Coronavirus-Variante Omikron nur am unteren Ende der angepeilten Spanne liegen dürften. Lululemon-Papiere büßten fast sechs Prozent ein.

@ dpa.de

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