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IHS, VBV

In einer neuen Studie untersucht das Institut f?r H?here Studien (IHS) die Wirkung von nachhaltigen Investments (ESG-Investments) im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge in ?sterreich, Deutschland und der Schweiz.

11.01.2021 - 12:52:58

IHS-Studie: Wirkung von nachhaltigen Investments in der betrieblichen Altersvorsorge. Der Fokus dabei liegt auf "gr?nen Investments", deren Bedeutung weiter zunehmen wird. Ein Ausbau der gr?nen Investments in der betrieblichen Altersvorsorge f?rdert den Umbau zu einer klimafreundlichen Wirtschaft in ?sterreich. Gleichzeitig kann eine Steigerung der gr?nen Investments dazu beitragen, dass potentielle Strafzahlungen ?sterreichs bei einer Verfehlung der Klimaziele f?llig werden.

Wien (pts018/11.01.2021/12:50) - In einer neuen Studie untersucht das Institut f?r H?here Studien (IHS) die Wirkung von nachhaltigen Investments (ESG-Investments) im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge in ?sterreich, Deutschland und der Schweiz. Der Fokus dabei liegt auf "gr?nen Investments", deren Bedeutung weiter zunehmen wird. Ein Ausbau der gr?nen Investments in der betrieblichen Altersvorsorge f?rdert den Umbau zu einer klimafreundlichen Wirtschaft in ?sterreich. Gleichzeitig kann eine Steigerung der gr?nen Investments dazu beitragen, dass potentielle Strafzahlungen ?sterreichs bei einer Verfehlung der Klimaziele f?llig werden.

Durch die Corona-Pandemie ?berlagert, zeigt sich dennoch, dass die Finanzm?rkte einen substanziellen Strukturwandel erfahren. "Neben Rendite und Risiko sind mittlerweile f?r viele Anlegerinnen und Anleger auch nachhaltige Aspekte relevant. Auch f?r die Altersvorsorge spielen nachhaltige Investments zunehmend eine wichtige Rolle, wie wir in der vorliegenden Studie zur betrieblichen Altersvorsorge feststellen konnten", erkl?rt Prof. Martin Kocher, hier noch in seiner Funktion als Direktor des Instituts f?r H?here Studien. Der Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der Europ?ischen Union sieht die Einf?hrung eines einheitlichen EU-Klassifikationssystems f?r gr?ne T?tigkeiten vor, die wohl ganz generell zu einer noch st?rkeren Ber?cksichtigung von gr?nen Investitionen f?hren wird.

ESG-Investments k?nnen ein Vorteil f?r die Investierenden sein

Schon heute setzen Pensions- und Vorsorgekassen in Deutschland, in der Schweiz und in ?sterreich zunehmend st?rker auf nachhaltige Investments. Die empirischen Ergebnisse der Studie hinsichtlich Rendite und Risiko von ESG-Investments zeigen auf, dass ESG-Investments keinen Nachteil f?r die Investierenden bedeuten m?ssen, sondern ein Vorteil sein k?nnen. Die vorliegende Studie versucht, die externen Effekte, die durch ESG-Investments entstehen, in die Renditen miteinzubeziehen. Die empirische Analyse erfolgte am Beispiel der Portefeuilles des heimischen Marktf?hrers bei den Vorsorge- und Pensionskassen, der VBV-Gruppe. Dabei wurde auch der CO2-Fu?abdruck der VBV entsprechend ber?cksichtigt.

"Wir sind als Pionier in Sachen nachhaltiger, ertragreicher Veranlagung seit 2002 aktiv. Damals wurden bereits die ersten nachhaltigen Aktienfonds f?r die VBV gegr?ndet. Wir zeigen auch eindrucksvoll, dass sich Nachhaltigkeit f?r unsere Kunden rechnet. Zum Beispiel unsere Vorsorgekasse, die seit Beginn auf nachhaltige Investments setzt, hat laut unabh?ngigen Marktforschern das beste Ergebnis aller seit 2003 aktiven Vorsorgekassen", erkl?rt Mag. Andreas Zakostelsky, Generaldirektor der VBV-Gruppe.

Investments der Pensions- und Vorsorgekassen unterst?tzen den n?tigen klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft

Unabh?ngig vom Ertrag gibt es zus?tzliche Argumente f?r die verst?rkte Ber?cksichtigung von gr?nen Investments durch die ?sterreichischen Pensions- und Vorsorgekassen. So k?nnte eine (noch) st?rkere Ber?cksichtigung von gr?nen Investments in ?sterreich, aber auch in anderen L?ndern, den n?tigen Umbau der Wirtschaft weg von potenziell umwelt- und klimasch?dlichen Aktivit?ten unterst?tzen. Zudem k?nnen die Investments einen Beitrag zur Reduktion bzw. Verhinderung m?glicher Strafzahlungen leisten, die ?sterreich bei einer Verfehlung der Klimaziele drohen.

"Aus den theoretischen und empirischen Ergebnissen unserer Studie ergeben sich Handlungsempfehlungen bez?glich einer F?rderung von gr?nen Investitionen in der betrieblichen Altersvorsorge. Eine F?rderung von umwelt- und klimarelevanten Investitionen in der betrieblichen Altersvorsorge erscheint jedenfalls sinnvoll", erkl?rt Prof. Kocher.

Vorschlag f?r "gr?ne Pensionsvorsorge"

Der Fokus der Studie liegt prim?r auf den Pensionskassen, die zurzeit etwa 25 Milliarden Euro veranlagen. Beitr?ge zu den Pensionskassen werden von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen geleistet. Seit langem wird ?ber eine m?gliche steuerliche Befreiung der Beitr?ge der ArbeitnehmerInnen zu den Pensionskassen diskutiert. Internationale Organisationen, wie die Europ?ische Union oder die OECD, favorisieren das sogenannte EET-Prinzip, in dessen Rahmen Beitr?ge und Anlageertr?ge in der Ansparphase von der Besteuerung befreit sind und die Steuer in der Auszahlungsphase anf?llt. Man k?nnte - in Analogie zur Investitionspr?mie - die Beitr?ge der ArbeitnehmerInnen zu jenen Veranlagungsgemeinschaften steuerlich befreien oder steuerlich beg?nstigen, die eine gewisse Grenze an gr?nen Investitionen ?berschreiten.

Eine solche "gr?ne Pensionsvorsorge" k?nnte durch "gr?ne Veranlagungsgemeinschaften" bei den Pensionskassen unterlegt werden. Dies w?rde ein Optieren von ArbeitnehmerInnen in die gr?nen Veranlagungsgemeinschaften erlauben und damit die Steuerbefreiung oder -beg?nstigung ausl?sen. Die Meldung durch die Pensionskassen an die Finanz?mter w?re dabei verwaltungstechnisch einfach. Mit dem Wechsel der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers in die gr?ne Veranlagungsgemeinschaft w?rden automatisch auch die Beitr?ge der Arbeitgeber in diese Veranlagungsgemeinschaft erfolgen. Dies k?nnte wom?glich auch ?ber das bestehende "Lebensphasenmodell" der Pensionskassen bewerkstelligt werden. Wie auch andernorts besprochen, w?re eine Pr?mienregel f?r BezieherInnen kleiner Einkommen ?berlegenswert, da diese nicht von einem Steuervorteil profitieren w?rden.

"Gr?ne Pension": positiv f?r Wirtschaftsleistung und Umwelt

"Die ?ffentliche Hand m?sste zwar in der Gegenwart auf Steuereinnahmen verzichten, w?rde aber in der Zukunft h?here Steuereinnahmen lukrieren. Eine Vorg?ngerstudie hat gezeigt, dass bei einem vergleichbaren Ansatz die wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse positiv ausf?llt, da die positiven direkten, indirekten und induzierten Effekte die Kosten f?r die ?ffentliche Hand ?bersteigen. Die "gr?ne Pensionsvorsorge" w?rde daher - neben den positiven Effekten auf die Vorsorge - aller Voraussicht nach zu einer "doppelten Dividende" f?r die Gesamtwirtschaft f?hren: zu einem positiven Effekt auf die Wirtschaftsleistung und einem positiven Umwelteffekt", erkl?rt Prof. Kocher.

(Ende)

Aussender: VBV-Gruppe Ansprechpartner: Mag. Rudolf Greinix, MBA Tel.: +43 1 240 10 452 E-Mail: r.greinix@vbv.at Website: www.vbv.at

Wien (pts018/11.01.2021/12:50)

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