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FRANKFURT - Vor dem US-Arbeitsmarktbericht als Höhepunkt der Woche haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt fürs Abwarten entschieden.

08.10.2021 - 12:01:06

Aktien Frankfurt Eröffnung: Kaum Bewegung vor US-Arbeitsmarktbericht. Der Leitindex Dax fiel am Freitag um 0,26 Prozent auf 15 211,88 Punkte.

der mittelgroßen Börsenwerte schlug sich am Freitag besser, indem er es mit 33 511,29 Punkten zuletzt knapp mit 0,02 Prozent in die Gewinnzone schaffte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab derweil ähnlich stark wie der Dax nach.

An diesem Freitag sei nun wieder "Payroll-Tag", schrieb der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Nach dem durchwachsenen letzten Arbeitsmarktbericht rechneten die Börsianer diesmal mit einer stärkeren Erholung. "Mit einem starken Arbeitsmarktbericht springt die Tapering-Ampel auf Grün" - die US-Notenbank könnte also erwartungsgemäß ihre Pandemie-Notkäufe von Staatsanleihen zur Konjunkturstützung reduzieren.

Derweil sei zwar das "Gespenst der US-Zahlungsunfähigkeit vertrieben", fuhr Altmann fort - allerdings nur bis zur Vorweihnachtszeit. "Damit hat die US-Schuldengrenze das Potenzial, eine Jahresendrally an den Börsen frühzeitig zu ersticken oder gar komplett zu verhindern."

Unter den Einzelwerten stehen zum Wochenschluss unter anderem Immobilienunternehmen im Blick. Die Aussicht, dass der Wettbewerber Vonovia einsteigen könnte, trieb die Erholung der zuletzt in Turbulenzen geratenen Aktien der Adler Group zeitweise nochmals prozentual zweistellig an, zuletzt verlangsamte sich der Anstieg aber auf etwa fünf Prozent. Die Anteilsscheine des Dax-Konzerns Vonovia bewegten sich derweil mit 0,6 Prozent im Minus.

Vonovia hat das Recht, über die nächsten 18 Monate einen Anteil von 13,3 Prozent an Adler zum Preis von 14 Euro je Aktie zu erwerben. Damit läge der Kaufpreis für die Anteile zwar deutlich über dem aktuellen Aktienkurs, aber unter dem Niveau noch vor einer Woche. Zur Wochenmitte war der Adler-Kurs auf ein Rekordtief eingebrochen, nachdem der Shortseller Viceroy schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben hatte. Adler wies diese später "auf das Schärfste" zurück.

An der Dax-Spitze zogen die Papiere von Daimler um 2,4 Prozent an. Die Schweizer Großbank UBS empfahl die Anteilsscheine zum Kauf. Analyst Patrick Hummel rechnet mit einer Erholung der Produktion des Autobauers, die aktuell noch von der Chipkrise betroffen ist. Das könnte 2022 zu einem Rekordjahr für Mercedes-Benz machen.

Ein positiver Analystenkommentar verlieh auch den Papieren von Ströer größeren Schub. Die Anteilsscheine stiegen um zuletzt vier Prozent und belegten damit den ersten Platz im MDax, nachdem sich die britische Investmentbank Barclays positiv zu den Aktien des Werbevermarkters geäußert hatte.

@ dpa.de

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