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FRANKFURT - Von der aktuell schwachen Konjunktur sind nicht nur Autohersteller und ihre Zulieferer betroffen.

12.08.2019 - 16:17:24

ANALYSE/Mainfirst: Harte Zeiten für Gabelstapler-Bauer Jungheinrich und Kion. Auch die Produzenten von Industriefahrzeugen und Automatisierungstechnik leiden unter der schleppenden Nachfrage. In Europa dürfte dieses Problem noch eine Weile bestehen bleiben, schrieb Mainfirst-Analyst Daniel Gleim in einer am Montag vorliegenden Studie. Er strich daher seine frühere "Outperform"-Einstufung für die Papiere der Stapler-Hersteller Kion erfassten Unternehmen zu.

"Der europäische Endmarkt für Industriefahrzeuge macht derzeit eine Verschnaufpause", schrieb Gleim. Die rückläufige Nachfrage dürfte seiner Einschätzung nach noch das ganze laufende Jahr anhalten - oder sich sogar noch beschleunigen - und sich wahrscheinlich noch bis ins Jahr 2020 hinziehen. Gerade bei Kion sei in dem Zusammenhang äußerst fragwürdig, ob eine Abkopplung vom Endmarkt gelinge. Zudem sei bei beiden Unternehmen bislang ungewiss, ob sie ihre Jahresziele erreichten.

Außer Reichweite erscheine bei Kion etwa der Ausblick für die Flurförderzeug-Sparte. Hier rechnet das Unternehmen mit einem Auftragseingang zwischen 6,25 und 6,45 Milliarden Euro - das wäre ein Plus von mehr als 2 Prozent. Mainfirst-Experte Gleim erwartet dagegen einen Rückgang von fast 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was nur zum Teil durch ein stärkeres Umsatz- und Ergebnis-Wachstum in der Sparte für Lieferketten-Lösungen aufgefangen werden dürfte.

Konkurrent Jungheinrich hatte seine Jahresziele bereits Ende Juli heruntergeschraubt. Die Hamburger erwarten nun einen Auftragseingang zwischen 3,80 und 4,05 Milliarden Euro. Vorher waren es noch 4,05 bis 4,2 Milliarden Euro gewesen. Im Mittel wäre das ein Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In puncto Bewertung sollten beide Aktien laut Gleim weiterhin nur begrenzt Rückenwind erhalten. Der Analyst verwies in diesem Zusammenhang auf den Umstand, dass die Aktie von Jungheinrich derzeit deutlich günstiger bewertet sei als die von Kion und daher von Anlegern bevorzugt werden könnte.

@ dpa.de