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FRANKFURT - Ungeachtet schwächerer Vorgaben aus Übersee hat der Dax am Donnerstag seinen Rekordlauf fortgesetzt.

18.11.2021 - 09:53:26

Frankfurt Eröffnung: Dax bleibt auf Rekordkurs. Ermüdungserscheinungen sind kaum zu erkennen. Weder eine höhere Inflation noch steigende Corona-Infektionszahlen bremsen den deutschen Leitindex aus, der auch vom schwächeren Eurokurs profitiert.

der mittelgroßen Börsentitel rückte um 0,14 Prozent auf 36 160,56 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,19 Prozent auf 4409,37 Punkte.

"Die große Frage lautet weiterhin: was kann den Dax stoppen", schreibt Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Besonders beeindruckend sei, wie sich der Leitindex zuletzt von den US-Indizes abgekoppelt habe. Während diese an ihren Rekorden scheitern, eile der Dax von einer Bestmarke zur anderen. "Allerdings sollten alle wissen, dass auch die schönste Party irgendwann zu Ende gehen muss. Auch eine Jahresend-Rally kann nicht ewig laufen. Und die Liste der Warnsignale wird länger."

Bevor sich am Nachmittag das Interesse der Anleger auf den Philly-Fed-Index richtet, der Auskunft über das Geschäftsklima in der Region Philadelphia gibt, richteten sich die Blicke erst einmal auf deutsche Unternehmen.

Im Dax standen vor allem die Aktien von Continental im Mittelpunkt, die als Schlusslicht um 3,3 Prozent nachgaben. Angesichts der fortlaufenden Ermittlungen zur Diesel-Abgaskrise trennt sich der Autozulieferer überraschend von seinem langjährigen Finanzchef Wolfgang Schäfer. Der 62-jährige musste sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niederlegen. Er war zuletzt auch für die Einhaltung rechtlicher Standards zuständig.

Favorit im Leitindex waren die Anteile von Covestro mit plus 2,6 Prozent, die von einem positiven Analystenkommentar profitierten. Die britische Großbank HSBC ist inzwischen positiv für das Papier des Kunststoffherstellers gestimmt und hat es auf "Buy" hochgestuft.

Im MDax nahmen die Aktien von Thyssenkrupp die Index-Spitze ein mit plus 3,9 Prozent. Der Stahl- und Industriekonzern gab etwas besser als erwartete Jahreszahlen bekannt. Auch ein Ausblick auf 2021/22 wurde gegeben, der zudem den Erwartungen am Markt entsprach, wie ein Händler sagte. "Alles in allem eine solide Berichterstattung, aber ohne größere Überraschungen."

Am Ende des Kurszettels ging es zugleich für CTS Eventim um 1,4 Prozent abwärts. Der Veranstalter und Tickethändler meldete zwar für das dritte Quartal steigende Umsätze und auch einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses aus dem operativen Geschäft, doch eine Prognose für das Gesamtjahr gab es aufgrund der unsicheren Pandemie-Lage weiterhin nicht.

Der Immobilienentwickler Instone rechnet wegen Bauverzögerungen im laufenden Jahr mit einem geringeren Umsatz als zuvor. Zudem gab das Unternehmen aus dem SDax Ziele für 2022 bekannt, die einem Händler zufolge nun erlösseitig ebenfalls trüber aussähen als zuvor in Aussicht gestellt. Er wunderte sich daher nicht, dass die Aktie kräftig um 8,3 Prozent nachgab.

@ dpa.de

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