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FRANKFURT - Schnäppchenjäger und etwas geringere Sorgen vor einem Kollaps des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte angetrieben.

22.09.2021 - 14:31:25

Aktien Frankfurt: Anleger sind vor Fed-Aussagen zuversichtlich

der mittelgroßen Börsenwerte präsentierte sich recht freundlich mit plus 0,29 Prozent auf 35 087,16 Zähler. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,9 Prozent.

Am Abend gibt die US-Notenbank Fed Auskunft über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Bei hoher Inflation und Fortschritten am Arbeitsmarkt rechnen Experten damit, dass die zur Konjunkturstütze in der Pandemie initiierten Anleihekäufe bald gemindert werden. Marktteilnehmer achten besonders auf Hinweise für den genauen Zeitplan dafür.

Die Sorgen um die Schieflage von Evergrande und einer möglichen Immobilienkrise in China hatten zu Wochenanfang die Kurse noch erheblich nach unten gezogen. Nun verschaffte sich Evergrande eigenen Angaben zufolge Luft bei Zinszahlungen. "Allerdings ist die Kuh noch nicht vom Eis", betonte Analyst Christian Henke vom Broker IG.

Europaweit ging es am Mittwoch für Papiere aus dem Rohstoff- und Bankensektor, die zu Beginn der Woche noch die größten Verlierer waren, wieder deutlich bergauf. Im Dax gewannen Deutsche Bank als bester Wert 3,7 Prozent. Die auf Online-Bestellungen fokussierten Index-Neulinge Zalando und Hellofresh ließen indes kräftig Federn mit Abschlägen von jeweils um die drei Prozent.

Ströer verteuerten sich an der MDax-Spitze um 4,5 Prozent. Analyst Marcus Diebel von JPMorgan bleibt optimistisch für den Außenwerbe-Sektor, der von anziehendem Passagieraufkommen an Flughäfen und Bahnhöfen sowie wiederbelebten Innenstädten profitieren dürfte. Die Papiere der Lufthansa wurden im Zuge der Kapitalerhöhung ex-Bezugsrechte gehandelt.

Im Nebenwerteindex SDax rutschten die Titel des Biokraftstoffherstellers Verbio nach einem enttäuschenden Ausblick um fast 13 Prozent ab. Die Papiere zählen seit Monaten zu den Höhenfliegern am deutschen Aktienmarkt. Nun machten die Anleger Kasse.

Der Euro bewegte sich vor den Entscheidungen der US-Notenbank Fed kaum von der Stelle. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1729 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1738 Dollar festgesetzt.

Am Anleihemarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,37 Prozent am Vortag auf minus 0,38 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,03 Prozent nach auf 144,97 Punkte. Der Bund-Future notierte mit minus 0,01 Prozent auf 171,61 Punkten./ajx/men

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

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