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FRANKFURT - Nur noch wenige Punkte fehlen dem Dax zum Rekordhoch.

17.01.2020 - 16:44:24

WOCHENAUSBLICK: Rekordhoch im Dax zunehmend wahrscheinlich. Und die Zeichen stehen gut, dass dem deutschen Leitindex der Sprung über die Hürde von 13 596,89 Punkten in der neuen Woche gelingt. Spätestens wenn Stimmungsindikatoren für Deutschland und die Eurozone veröffentlicht werden, könnte es soweit sein.

anlaufen wird.

"Die Serie von Stimmungsdaten auf Unternehmens- wie auch Verbraucherseite wird ein wichtiger Taktgeber für den kurzfristigen Börsentrend sein", prognostiziert Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck. Und auch Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank erwartet, dass in der neuen Woche den Stimmungsindikatoren das Hauptaugenmerk gilt. Gerechnet wird allgemein mit einer Aufhellung, was laut Analystin Claudia Windt von der Helaba für noch etwas mehr Risikofreude sorgen sollte und daher "eher für Aktien als für Renten spricht".

Konkret erwartet wird zum einen ein weiterer Anstieg der Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten. Nachdem der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember auf 10,7 Zähler und damit den höchsten Stand seit Februar 2018 gestiegen war, rechnen Analysten im Januar im Mittel mit einem Anstieg auf 15,0 Zähler. Ob die Prognose stimmt, werden die Anleger am Dienstag erfahren.

Besonders spannend wird es vor allem am Freitag, wenn die Einkaufsmanager-Indizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor für Deutschland und die Euroregion anstehen. Dabei wird mit Steigerungen gerechnet. Zum anhaltenden Niedrigzinsumfeld komme zunehmend ein solides wirtschaftliches Fundament, was für weiter gute Aktienmarkt-Aussichten spreche, resümiert Dekabank-Chefvolkswirt Kater.

Denn wenn sich die EZB zuvor am Donnerstag über den weiteren geldpolitischen Kurs und den Zeitzins äußert, werden Überraschungen wohl ausbleiben. "In der ersten Sitzung des EZB-Rats in diesem Jahr sind keine großen marktbeeinflussenden Entscheidungen zu erwarten", sagt Ulf Krauss von der Helaba. Der ultraexpansive Kurs der EZB und der Bank of Japan, die ebenfalls am Donnerstag über den heimischen Leitzins entscheidet, dürfte beibehalten werden. Umso klarer die Bestätigung dieser Politik von beiden Seiten in der neuen Woche ausfalle, "umso besser für den weiteren Börsentrend zum Jahresauftakt", kommentiert Merck-Finck-Stratege Greil.

Charttechnisch betrachtet steht einem neuen Rekordhoch im Dax seit Januar 2018 ebenfalls nichts im Weg, wie Analyst Martin Utschneider von Donner & Reuschel konstatiert. "Es liegen weiterhin Argumente für eine Fortsetzung des Aufwärtsmodus vor", schreibt er. Erst wenn der Dax wieder unter 13 150 Punkte fallen sollte, wäre dieser ernsthaft gefährdet. Kurzfristige Gewinnmitnahmen und Konsolidierungen seien indes aber immer möglich.

Unternehmensseitig bleibt es deutschlandweit noch ruhig. Erwartet werden lediglich vorläufige Quartalszahlen vom Modekonzern und MDax -Mitglied Hugo Boss am Dienstag. Analysten rechnen mit einem unspektakulären Schlussviertel./ck/jkr/he

Von Claudia Müller, dpa-AFX

@ dpa.de

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