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FRANKFURT - Negative Nachrichten aus und zu Großbritannien dürften den deutschen Aktienmarkt am Montag belasten.

21.12.2020 - 08:22:29

Aktien Frankfurt Ausblick: Virusvariante und Brexit-Hängepartie belasten. Eine im Vereinigten Königreich aufgetauchte Mutation des Coronavirus bringt die Sorgen vor dem Virus zu Beginn der Weihnachtswoche zurück an die Märkte. Diese wohl noch ansteckendere Variante löst Befürchtungen über noch härtere und längere Beschränkungen aus. Außerdem ist ein Brexit-Handelspakt nach wie vor nicht in Sicht.

wird am Montag ebenfalls 1,5 Prozent schwächer erwartet.

Zumindest das US-Hilfspaket dürfte endlich die Zustimmung im Senat und Repräsentantenhaus finden, erwartet Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Aber größere Auswirkungen auf die Börsen wird es ihm zufolge nicht mehr haben. Dafür sei es bereits lange "herbeigesehnt" und längst eingepreist worden. So werde der Dax "seine Jagd nach einem neuen Allzeithoch erst mal abbrechen" müssen, glaubt Altmann. "Im besten Fall ist sie nur kurzzeitig unterbrochen. Im schlechteren Fall sehen wir gerade eine Trendwende."

Unter den Einzelwerten stehen die Index-Veränderungen im Blick. Während der Dax unverändert blieb, findet sich die im September an die Börse gebrachte Siemens Energy nun im MDax . Dafür musste Leasingspezialist Grenke in den SDax absteigen, wo er den Platz von Tele Columbus einnimmt. Der Kabelnetzbetreiber ist nun in der Dax-Familie nicht mehr vertreten, steht aber am Montag dennoch im Blick, da er ein Übernahmeangebot für 3,25 Euro je Aktie von der Kublai GmbH erhalten und diesem auch zugestimmt hat. Gleichzeitig lädt Tele Columbus zu einer außerordentlichen Hauptversammlung ein, in der eine Bezugsrechtskapitalerhöhung von 475 Millionen Euro beschlossen werden soll. Die Aktie, die am Freitag bereits auf ein Dreimonatshoch gestiegen und bei 2,87 Euro aus dem Handel gegangen war, sprang auf Tradegate nun vorbörslich um 13 Prozent nach oben auf 3,25 Euro.

Im SDax könnten zudem die zahlreichen Neulinge Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Der Online-Broker Flatex , der Rüstungselektronikhersteller Hensoldt , die Online-Möbelhändler Home24 und Westwing , der Biodieselhersteller Verbio sowie der Autozulieferer ElringKlinger sind nun dort zu finden.

Anleger dürften außerdem ihre Blicke auch auf Adidas und Puma richten, nachdem US-Konkurrent Nike mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen deutlich übertroffen hatte. Auf Tradegate allerdings ging es vorbörslich zunächst etwas bergab.

@ dpa.de

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