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MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Nach anfangs kräftigen Kursgewinnen ist der deutsche Aktienmarkt am Montag zum großen Teil in der Verlustzone geblieben.

12.08.2019 - 18:09:40

Aktien Frankfurt Schluss: Erholungsversuch läuft ins Leere. Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dax ein Minus von 0,12 Prozent bei 11 679,68 Punkten. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen umfasst, verlor 0,41 Prozent auf 25 249,75 Punkte.

bewegte sich im gleichen Muster wie der Dax und verlor 0,22 Prozent auf 3326,55 Punkte. Für den Pariser Leitindex Cac 40 ging es um 0,33 Prozent nach unten, während der Londoner FTSE 100 um 0,37 Prozent nachgab. In den USA verlor der Dow Jones Industrial zuletzt 0,88 Prozent.

Händler verwiesen angesichts der sich zuspitzenden Protestwelle in Hongkong zudem auf einen weiteren Unsicherheitsfaktor. So hatte der dortige Flughafen wegen der anhaltenden Proteste der Demokratie-Bewegung am Montag sämtliche Abflüge für den Rest des Tages gestrichen. Der Flughafen gilt als wichtiges Drehkreuz in Südostasien und ist einer der belebtesten Airports weltweit.

Bei den Einzelwerten rückten die Aktien von Osram erneut in den Fokus. Der österreichische Halbleiterkonzern Ams hat erneut Interesse an einer Übernahme des in Bedrängnis geratenen Beleuchtungsherstellers bekundet und bietet 38,50 Euro je Osram-Aktie. Osram bestätigte nach Handelsschluss den Erhalt des Angebots und teilte mit, die Verhandlungen mit Ams aufnehmen zu wollen. Die Papiere des Unternehmens waren bereits am Morgen nach oben geschnellt und hielten sich über den gesamten Tag mit weitem Abstand an der MDax-Spitze. Zum Handelsende belief sich das Plus auf 10,43 Prozent, nachbörslich legten die Papiere dann nochmal um 1,8 Prozent zu. Für den DZ-Analysten Harald Schnitzer ist der Deal durchaus realistisch und der Zeitpunkt aus Sicht von Ams günstig, wie er in einer ersten Einschätzung schrieb.

Aktien der Commerzbank fielen dagegen um 3,98 Prozent. Zwischenzeitlich markierten sie ein Rekordtief von nur noch knapp über der 5-Euro-Marke. Auch Papiere der Deutschen Bank zeigten wieder Schwäche und verloren am Dax-Ende rund fünfeinhalb Prozent. Börsianer begründeten die Schwäche mit den zunehmenden konjunkturellen Risiken und den niedrigen Kapitalmarktzinsen, die die Einnahmen der Geldhäuser belasten.

Einen Tag vor der Veröffentlichung von Quartalszahlen waren Henkel -Aktien dagegen gefragt, sie legten um 1,73 Prozent zu. Die Papiere von Salzgitter fielen dagegen nach einem vorsichtigeren Ausblick für das Gesamtjahr im Nebenwerteindex SDax um mehr als sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016.

Mit neuen Hiobsbotschaften rechnen offenbar die Anleger des Autozulieferers Leoni , der am Mittwoch Quartalszahlen veröffentlicht. Der Kurs des SDax-Unternehmens sackte um fast 15 Prozent ab und fiel erstmals seit zehn Jahren unter 10 Euro. Mit Hella und Dürr zeigten weitere Papiere aus der Zulieferbranche Schwäche.

Mit Quartalsberichten warteten die Deutsche Pfandbriefbank , der Versicherer Talanx sowie die TLG Immobilien auf. Während Deutsche Pfandbriefbank um 0,85 Prozent nachgab, legten TLG Immobilien um 0,19 Prozent zu, Talanx rückten um 0,75 Prozent vor.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf ein Rekordtief von minus 0,61 Prozent. Am Freitag hatte diese noch bei minus 0,60 Prozent gelegen. Der Rentenindex Rex gewann 0,07 Prozent auf 146,66 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,21 Prozent auf 177,42 Punkte.

Der Kurs des Euro notierte zuletzt bei 1,1224 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1194 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8933 (0,8930) Euro gekostet./bek/kro/he

Von Benjamin Krieger und Karolin Rothbart dpa-AFX

@ dpa.de

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