MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Mit deutlichen Verlusten steuert der Dax der mittelgroßen Werte rutschte gar auf ein Tief seit Mai 2020 - hier stand zuletzt ein Minus von 2,42 Prozent auf 23 862,44 Punkte zu Buche.

16.09.2022 - 15:22:27

Aktien Frankfurt: 'Eine Woche zum Vergessen' - Dax setzt Talfahrt fort. Für den EuroStoxx 50 ging es um fast eineinhalb Prozent bergab.

ist wie die Amerikaner stark im Frachtgeschäft engagiert. Ein Marktkenner erklärte allerdings, die Trends seien wegen einer abweichenden Kostenbasis nicht vergleichbar.

Bewegt zeigten sich auch zahlreiche Immobilienwerte nach großen Sektorstudien von Goldman Sachs, JPMorgan und Barclays. Die sehr zinsempfindliche Branche steht aktuell wegen der Aussichten auf weiter steigende Zinsen der Notenbanken unter Druck und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Einzelhändlern um die schwächste Branche des Jahres. Auch am letzten Handelstag der Woche zeigte sich der Sektor europaweit schwach.

TAG Immobilien jedoch kletterten gegen den Trend an der MDax-Spitze um knapp zwei Prozent nach oben - Barclays-Experte Sander Bunck hob sein Votum um zwei Stufen auf "Overweight". Die Aktien seien zuletzt den Branchenkollegen hinterhergelaufen und böten eine attraktive Ergebnisrendite, urteilte der Experte.

Am Dax-Ende sammelten sich ehemalige Corona-Gewinner aus dem Pharmasektor, der durch die Energiekrise und die Inflation als zunehmend belastet gilt. Merck, Siemens Healthineers und Sartorius verbilligten sich um dreieinhalb bis zu acht Prozent. Auch für die Chemiewerte, die als größter Gasverbraucher in Deutschland gelten, ging es bergab. Wacker Chemie etwa standen mit minus 5,8 Prozent auf dem letzten MDax-Platz, BASF im Dax verloren 2,2 Prozent.

Dagegen griffen die Anleger europaweit wieder bei den als defensiv geltenden Versorgeraktien zu. RWE -Aktien führten den Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent an, Konkurrent Eon stemmte sich mit einem nur moderaten Minus gegen die Marktschwäche. Aktien des angeschlagenen Versorgers Uniper blieben hingegen im Abwärtssog. Sie dämmten ihre Verluste im Handelsverlauf aber auf ein Minus von 4,6 Prozent ein, am Morgen waren sie noch mit einem erneut prozentual zweistelligen Abschlag auf ein weiteres Rekordtief gefallen.

Der Euro gab nach und kostete am Nachmittag 0,9955 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 0,9992 (Mittwoch: 0,9990) Dollar fest. Der Dollar hatte damit 1,0008 (1,0010) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,64 Prozent am Vortag auf 1,68 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozent auf 130,20 Punkte. Der Bund-Future (Dezember-Kontrakt) gab um 0,19 Prozent auf 142,66 Punkte nach./tav/mis

Von Tanja Vedder, dpa-AFX

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