MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Hoffnungen auf eine atomare Abrüstung Nordkoreas haben am Dienstag für optimistische Stimmung am deutschen Aktienmarkt gesorgt.

12.06.2018 - 09:51:54

Aktien Frankfurt Eröffnung: Positive Stimmung nach Gipfeltreffen USA/Nordkorea. Das historische Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un ist nach den Worten beider erfolgreich verlaufen. Wenige Minuten nach Börsenstart gewann der deutsche Leitindex 0,57 Prozent auf 12 916,52 Punkte.

stieg um 0,59 Prozent auf 2860,71 Zähler. Ein wenig aufwärts ging es auch für den EuroStoxx 50 . Der Leitindex der Eurozone legte zuletzt um 0,10 Prozent auf 3483,87 Punkte zu.

Auf Unternehmensseite richteten sich die Blicke abermals auf die Deutsche Post sowie auf den Autobauer Daimler. Die "Aktie Gelb" büßte am Dax-Ende 1,1 Prozent ein. Der Bonner Logistikkonzern hatte in der vergangenen Woche die Anleger mit einer Gewinnwarnung wegen Problemen im Briefgeschäft geschockt und Restrukturierungen angekündigt. Nun soll laut dem "Manager Magazin" der Vorstand des erst kürzlich geschaffenen Ressorts für Mobilitätslösungen, Jürgen Gerdes, gehen. Unzufriedenheit mit dessen langjähriger Tätigkeit als Chef der Kernsparte PeP (Postbriefe, E-Commerce, Pakete) sei der Grund.

Um das Thema Abgas-Manipulation ging es erneut beim Autobauer Daimler . Nach einem Treffen zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Vorstandschef Dieter Zetsche müssen die Stuttgarter nun wegen des Vorwurfs unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 774 000 Fahrzeuge zurückrufen, darunter 238 000 in Deutschland. Daimler will den Rückruf umsetzen, kündigte aber einen Widerspruch an. Die Aktien legten nach Verlusten am Vortag nun als Spitzenwert im Leitindex um 1,5 Prozent zu. Ein Händler sprach unter anderem von einer Erleichterung unter den Anlegern, da Zetsche gesagt haben soll, dass ein milliardenschweres Ordnungsgeld vom Tisch sei.

Die Aussicht auf eine steigende Gewinnbeteiligung hat die Aktionäre des Baustoffkonzerns HeidelbergCement überzeugt, dessen Papiere um 0,7 Prozent zulegten. Im SDax hingegen ging es um 6,6 Prozent abwärts für die Aktien von Heidelberger Druck , nachdem der Druckmaschinen-Hersteller mit seinem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr enttäuschte.

Eine negative Studie der Schweizer Bank Credit Suisse belastete die Anteile von Wacker Chemie mit minus 1,3 Prozent. Analyst Mathew Hampshire-Waugh rechnet im kommenden Jahr mit einem Überangebot durch die Konkurrenz im Polysilizium-Geschäft. Für die Papiere des Außenwerbespezialisten Ströer dagegen ging es dank einer positiven Studie des Analysehauses Mainfirst um 3,6 Prozent nach oben. Ströer glänze durch solide Geschäftstrends und eine attraktive Aktienbewertung, hieß es.

@ dpa.de

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