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FRANKFURT - Erfreuliche Geschäftszahlen der Deutschen Post und von Infineon sowie gute Konjunkturdaten haben den Dax am Dienstag aus seiner jüngsten Lethargie befreit.

12.11.2019 - 11:55:25

Aktien Frankfurt: Gute Geschäftszahlen und Konjunkturdaten stützen den Dax. Nach zwei eher verhaltenen Handelstagen rückte der deutsche Leitindex bis zum Mittag um 0,48 Prozent auf 13 261,81 Punkte vor.

um rund 7 Prozent in die Höhe. Das vierte Geschäftsquartal und der Profitabilitätsausblick des Chipherstellers seien besser als erwartet ausgefallen, erklärte Analyst Florian Treisch von der Commerzbank.

Den zweiten Platz im Leitindex hatten die Aktien der Deutschen Post inne, die um gut 4 Prozent anzogen. Der Logistiker profitierte auch im dritten Quartal vom boomenden Online-Handel und übertraf die Erwartungen von Analysten.

Schlusslicht hingegen waren die Papiere des Autozulieferers Continental , die knapp 1,5 Prozent einbüßten. Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan verwies auf einen wenig inspirierenden Ausblick der Hannoveraner. Diese rechneten in den kommenden fünf Jahren nicht mit einer merklichen Verbesserung der weltweiten Produktion. Im kommenden Jahr dürfte die Automobilfertigung auf der Stelle treten.

Favorit im MDax waren die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor , die um rund 7 Prozent nach oben sprangen. Der Chipentwickler erhöhte dank einer gestiegenen Nachfrage, eines verbesserten Produktmixes und Sparmaßnahmen die Ziele für die Profitabilität. Die Perspektiven für das Unternehmen seien sehr stabil, sagte ein Händler. Der Konzern habe sich erfolgreich von seinem wichtigen Kunden Apple abgenabelt.

Das Biotechnologieunternehmen Evotec erhöhte nach starken neun Monaten das Jahresziel für das operative Ergebnis erneut. Die Anleger zeigten sich erfreut und die Aktien notierten gut 3 Prozent höher.

Höhere Rückstellungen für faule Immobilienkredite hingegen trüben die Gewinnpläne der Aareal Bank . Daher wird der Betriebsgewinn im laufenden Jahr voraussichtlich nur das untere Ende der Zielspanne erreichen. Und von einem Verkauf der IT-Tochter Aaereon, wie von einem aktivistischen Investor gefordert, will Aareal-Chef Hermann Merkens nichts wissen. Die Papiere des Immobilienfinanzierers sackten am MDax-Ende um fast 7 Prozent ab.

Im Nebenwerte-Index SDax ragten die Aktien von Eckert & Ziegler mit einem Minus von mehr als 7 Prozent negativ heraus. "Trotz der starken Neunmonatszahlen bleibt der Vorstand vorerst bei seiner Ergebnisprognose von rund 4,00 Euro je Aktie für 2019", hieß es vom Hersteller von Strahlen- und Medizintechnik. Analysten rechnen hingegen im Schnitt bereits mit 4,34 Euro je Aktie. Analyst Aliaksandr Halitsa von der Bank Hauck & Aufhäuser nannte den Ausblick für 2019 denn auch "zunehmend konservativ"./la/mis

Von Lutz Alexander, dpa-AFX

@ dpa.de

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