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MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Erfreuliche Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag dem deutschen Aktienmarkt frische Aufwärtsimpulse gegeben.

06.12.2019 - 18:13:39

Aktien Frankfurt Schluss: US-Jobdaten treiben Dax über 13 100 Punkte. Der Dax gewann 0,71 Prozent auf 27 343,84 Zähler.

zum Börsenschluss um 1,43 Prozent nach oben, während der Dow Jones Industrial zu dem Zeitpunkt mit 1,20 Prozent im Plus stand.

Im bisherigen Wochenverlauf hatten immer neue, widersprüchliche Meldungen zum US-chinesischen Zollstreit den Dax auf Achterbahnfahrt geschickt. Zeitweise war er so auch wieder unter 13 000 Punkte gesackt. Das Thema dürfte auch rasch wieder ins Bewusstsein der Anleger zurückkehren, denn die kommenden Tage müssen zeigen, ob es den USA und China gelingt, sich vor der nächsten, für den 15. Dezember geplanten Zollrunde auf ein erstes Teilabkommen zu einigen.

Unter den Einzelwerten im Dax richtete sich das Interesse besonders auf FMC und die Lufthansa . Die Aktie des Dialysespezialisten gab um 1,64 Prozent nach und war damit Schlusslicht im Leitindex. Die US-Bank Morgan Stanley sieht Risiken für die von FMC ausgegebenen Ziele für das kommende Jahr und stufte das Papier auf "Underweight" ab. Die Papiere der Lufthansa gehörten indes zu den Dax-Favoriten mit plus 1,46 Prozent. Die Investmentbank Mainfirst rechnet 2020 für die Fluggesellschaft mit besser laufenden Geschäften als 2019. Im insgesamt starken Tech-Sektor gewannen Infineon mehr als 4 Prozent dazu und rückten damit an die Dax-Spitze.

Im MDax war das Papier von Carl Zeiss Meditec nach endgültigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 Schlusslicht mit minus 6,36 Prozent. Nach sehr gut gelaufenen Geschäften des Medizintechnikkonzerns wurde am Markt nun auf Gewinnmitnahmen verwiesen. Erst Ende November hatte die Aktie bei 112,70 Euro ein Rekordhoch erreicht.

Spitzenwert im Index der mittelgroßen Werte war die Kion -Aktie mit plus 4,49 Prozent, während im SDax der Anteilsschein von Jungheinrich um 4,19 Prozent zulegte. Beide Gabelstaplerhersteller profitierten von einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung der Mainfirst-Analysten. Sie erwarten, dass es an den europäischen Endmärkten der beiden Unternehmen allmählich wieder aufwärts gehen wird.

Der Immobilienkonzern Patrizia legte auf dem zweiten Platz im SDax zudem um 5,24 Prozent zu. Das Unternehmen kauft in Europa für über eine Milliarde Euro Logistikimmobilien mit einer Gesamtfläche von mehr als 1,4 Millionen Quadratmetern. Dass Wacker Chemie eine Gewinnwarnung ausgab, schockierte die Anleger nicht. Schon seit Längerem ist bekannt, dass die Geschäfte mit dem Wacker-Produkt Polysilizium schlecht laufen. Laut der Baader Bank spiegele sich das auch im Aktienkurs wider. Das im bisherigen Jahresverlauf schwer gebeutelte Papier legte um 3,31 Prozent zu.

Der Euro kostete zuletzt 1,1052 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1094 (Donnerstag: 1,1094) Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei minus 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 144,30 Punkte. Der Bund-Future (März-Kontrakt) gab um 0,04 Prozent auf 172,13 Punkte nach.

Kurz nach Börsenschluss teilte der österreichische Halbleiterhersteller AMS mit, dass die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent für Osram überschritten worden ist. Osram gab seinerseits bekannt, der Konzern habe die Führungsspitze von AMS "zu Zukunftsgesprächen" eingeladen. Die MDax-Aktie zog nachbörslich auf Tradegate um 10 Prozent an und lag damit über dem Angebotspreis von 41 Euro./kro/fba

Von Karolin Rothbart, dpa-AFX

@ dpa.de

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