MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Entspannungszeichen im US-Handelskonflikt mit China sowie im EU-Haushaltsstreit mit Italien haben dem deutschen Aktienmarkt zu einem furiosen Wochenstart verholfen.

03.12.2018 - 09:50:37

Aktien Frankfurt Eröffnung: G20-Optimismus beflügelt Dax. Der Dax als Index mittelgroßer Unternehmen gewann 2,37 Prozent auf 24 010,13 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 2,08 Prozent zu.

und Volkswagen mit Kursgewinnen zwischen 4,8 und 6,2 Prozent an der Dax-Spitze. Im MDax verbuchten die Anteilsscheine der Autozulieferer Schaeffler , Rheinmetall , Dürr und Hella Kursaufschläge zwischen 6,0 und 7,7 Prozent.

Bei den VW-Titeln blickten die Anleger angesichts der positiven Sektornachrichten über zwei für das Unternehmen eher negative Pressemeldungen hinweg. Wie die "Financial Times" meldete, warnte die Compliance-Chefin des Autokonzerns, Hiltrud Werner, Volkswagen stehe wegen der weltweit vielen Klagen im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal vor dem schwersten Jahr der Unternehmensgeschichte. Zudem könnte die Dieselaffäre für VW in Deutschland noch teurer werden. Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" droht dem Autobauer ein neues Bußgeldverfahren, nachdem die Staatsanwaltschaft Braunschweig bereits im Juni ein Bußgeld von 1 Milliarde Euro verhängt hatte.

Der Chemiekonzern BASF erwägt Kreisen zufolge eine milliardenschwere Kooperation mit dem Finanzinvestor CVC. Man verhandle über mögliche Verbindungen der jeweiligen Bauchemie-Bereiche, um einen Anbieter von Fugenmassen und Dichtstoffen im Wert von bis zu 6 Milliarden Euro zu schaffen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. BASF-Titel gewannen 4 Prozent an Wert.

Vonovia-Aktien rückten um unterdurchschnittliche 0,9 Prozent vor. Das Bankhaus Metzler hatte die Papiere von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 43,50 auf 39 Euro gesenkt. In Erwartung moderat steigender Zinsen seien das operative Ergebnis (FFO 1) und der Cashflow des Immobilienkonzerns mittelfristig als bedeutende Risikofaktoren anzusehen, schrieb Analyst Jochen Schmitt.

Noch schlimmer erwischte es im Dax nur noch die Lufthansa-Aktien mit minus 0,4 Prozent. Sie litten unter den massiv gestiegenen Ölpreisen, die vom erneuerten Pakt zwischen den beiden wichtigen Förderstaaten Russland und Saudi-Arabien sowie einer gedrosselten Produktion in Kanada profitierten. Zudem hatten sich die Titel der Fluggesellschaft seit Ende Oktober um mehr als ein Viertel ihres Wertes erholt und auf dem höchsten Stand seit über zwei Monaten notiert.

Die Nordex-Aktien verteuerten sich um mehr als 5 Prozent. Der Windanlagenbauer hat einen Großauftrag aus Schweden erhalten. Neben Lieferung und Errichtung ist der Konzern außerdem für die Infrastrukturarbeiten verantwortlich. Das schwedische Projekt umfasst eine Bestellung von 114 Turbinen über insgesamt 475 Megawatt.

@ dpa.de

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