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FRANKFURT - Die Weichenstellung in die richtige Richtung beim Zollstreit und dem Brexit macht den Anlegern zu Wochenschluss ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

13.12.2019 - 10:09:25

Frankfurt Eröffnung: Zollstreit- und Brexit-Aussichten treiben an. Der Dax legte am Ende der ersten Handelsstunde um 1,30 Prozent zu auf 13 393,94 Punkte. In den Anfangsminuten hatte er sogar die 13 400 Punkte übersprungen, womit er ein Hoch seit Januar 2018 markierte. Er näherte sich wieder seinem damals erreichten Rekord von gut 13 596 Punkten.

rückte um 1,28 Prozent auf 3753,91 Zähler vor. Dies war sein höchstes Niveau seit Mai 2015.

Im Zollstreit bedeutet ein erstes Teilabkommen, dass die an diesem Sonntag fällige neue Welle von US-Zöllen auf chinesische Waren wohl vom Tisch sein dürfte. Laut der Commerzbank zeichnet es sich ab, dass der Deal sogar eine potenzielle Verringerung von bestehenden Zöllen beinhaltet. "Für den Markt ist dies sicherlich eine positive Überraschung", sagte Hao Zhou von dem Frankfurter Bankhaus.

Mit Blick über den Ärmelkanal hat Johnson laut dem Marktexperten Jochen Stanzl von CMC Markets jetzt das britische Volk hinter sich, um den Austritt aus der Europäischen Union sicher vollziehen zu können. "Großbritannien wird spätestens Ende Januar kein Mitglied der EU mehr sein", kommentierte er am Morgen. Das schaffe Sicherheit. Er hält deshalb und wegen der Zollstreit-Aussichten doch noch eine Jahresendrally für möglich.

Allgemein wurden konjunkturabhängige Werte wie etwa der Autosektor von den guten Nachrichten angetrieben. Die Volkswagen -Aktien setzten sich mit einem Kurssprung um 4,2 Prozent an die Dax-Spitze, gefolgt von BMW und Daimler mit Anstiegen um bis zu 2,6 Prozent.

Allerdings gab es auch einen Ausreißer mit der Henkel -Aktie, die am Dax-Ende wegen mauer Geschäftsaussichten um 3,1 Prozent fiel und damit auch die knapp im Minus liegenden Aktie des Konkurrenten Beiersdorf ausbremste. Henkel-Chef Hans Van Bylen bereitete die Investoren auf ein weiteres schwaches Geschäftsjahr vor. Goldman Sachs-Analyst John Ennis strich daraufhin seine Kaufempfehlung für die Papiere.

Bei den Nebenwerten sorgten zwei Übernahmen für Gesprächsstoff. Beim Essenslieferdienst Delivery Hero drehte sich das Bild angesichts eines Zukaufs in Südkorea gänzlich: vorbörslich wegen einer damit verbundenen Kapitalerhöhung noch schwer unter Druck erwartet, katapultierte die Milliarden-Übernahme des Unternehmens Woowa die Papiere zuletzt im Xetra-Handel mit 12 Prozent ins Plus. Dabei begeisterte die Aktionäre die Hoffnung auf kräftiges Wachstum in Asien.

Deutlich kleiner fällt der Zukauf des SDax -Unternehmens Jost Werke aus - und auch diese kommt bei den Anlegern mit einem Kursplus von 2,4 Prozent gut an. Der Lkw-Zulieferer will sein Geschäft in der Agrarindustrie mit dem schwedischen Hersteller von Landwirtschaftsfahrzeugen Ålö Holding vergrößern. Laut Händlern wird Jost damit weniger anfällig für Konjunkturschwankungen.

@ dpa.de

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