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FRANKFURT - Die sich zuspitzende Krise beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande hat den seit diesem Montag auf 40 Werte aufgestockten Dax der mittelgroßen Börsenwerte ging mit einem Minus von 1,40 Prozent auf 34 799,59 Punkten aus dem Handel.

20.09.2021 - 18:23:59

Aktien Frankfurt Schluss: Evergrande-Sorgen verhageln Dax 40 das Debüt

auch ein neues Index-Schwergewicht. Airbus verloren am Montag 1,3 Prozent.

Banken waren europaweit die größten Verlierer im sehr schwachen Marktumfeld. Im Dax lagen Deutsche Bank mit minus 7,7 Prozent hinten, im MDax verbuchten die Commerzbank-Papiere mit 7,9 Prozent einen ähnlich hohen Abschlag. Die Sorge, dass die Evergrande-Krise weitere Kreise zieht, sei der Hauptgrund für den Kursrutsch auch in Europa, erklärte Analyst Neil Wilson von Markets.com.

Im MDax stand zudem Lufthansa im Fokus, die mit einer Kapitalerhöhung die Weichen für die Rückzahlung der deutschen Staatshilfen stellt. Nach anfänglichen Kursverlusten gewannen die Papiere zum Handelsschluss fünfeinhalb Prozent. Anleger gewichteten letztlich höher, dass die Airline ihre Abhängigkeit vom Staat verringert und wieder mehr eigenen Gestaltungsspielraum bekommt. Die vor allem am Nachmittag deutlichen Kursgewinne der Lufthansa-Aktien hingen auch mit der Nachricht zusammen, dass die USA die Einreisebeschränkungen aus der Europäischen Union und Großbritannien bald für Geimpfte aufheben. Davon profitierten auch die Anteile des Flughafenbetreibers Fraport mit plus vier Prozent.

Im Schlepptau der weiter sinkenden Metallpreise angesichts trüber Konjunktursignale und eines festen Dollar ging es für Stahlwerte bergab. Thyssenkrupp verbilligten sich um 5,6 Prozent, Salzgitter gaben um 5,6 Prozent nach und Klöckner & Co um acht Prozent.

Mit einem Kurssprung von 7,1 Prozent in Nähe ihres Rekordhochs reagierten die im ebenfalls umgestalteten Nebenwerteindex SDax notierten Stämme von Sixt auf eine höhere Prognose des Autovermieters.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 fiel am Montag auf das Niveau von Ende Juli zurück und schloss mit minus 2,11 Prozent auf 4043,63 Punkte. Der Cac 40 in Paris sank um 1,7 Prozent. Ebenfalls nach unten ging es für den Londoner FTSE 100 , wenn auch nicht ganz so deutlich. In New York büßte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss eineinhalb Prozent ein.

Der Euro kostete nach dem Frankfurter Börsenschluss 1,1729 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1711 (Freitag: 1,1780) Dollar festgesetzt, damit hatte der Dollar 0,8539 (0,8489) Euro gekostet.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,35 Prozent am Freitag auf minus 0,38 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 145,02 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,31 Prozent auf 171,57 Punkte zu./ajx/jha

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

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