Aktien, Analyse

FRANKFURT - Die jüngsten Verluste an den Aktienmärkten werfen einen dunklen Schatten auf das kommende Jahr.

13.12.2018 - 14:54:23

ANALYSE: 2019 wird kein Schreckensjahr, aber nicht einfach - Lombard Odier. Rezessionssorgen machen die Runde und Ängste vor einem Ende des fast zehn Jahre alten Bullenmarktes werden wach. Die Experten der Schweizer Privatbank Lombard Odier malen die Lage weniger dramatisch, ohne die dunklen Wolken am Horizont auszublenden.

Die gute Nachricht: Eine Rezession in einem der großen Industrieländer ist ihrer Ansicht nach unwahrscheinlich. Chef-Investmentstratege Salman Ahmed bezeichnete die kursierenden Konjunktursorgen auf einer Veranstaltung am Donnerstag in Frankfurt als regelrechte "Rezessionsobsession". Dem hält er eine zuversichtliche Prognose entgegen: Das wahrscheinlichste Szenario für das kommende Jahr sei ein über dem Trend liegendes globales Wachstum.

Einfach wird es damit für Anleger aber nicht, denn an den Aktienmärkten könnte ein Favoritenwechsel anstehen. Die US-Börsen dürften ihre extreme Stärke im Vergleich zu anderen Regionen nicht aufrecht halten. Stattdessen könnten die Schwellenländerbörsen, die lange Zeit im Abseits standen, eine überdurchschnittliche Entwicklung hinlegen. Eine Voraussetzung dafür ist nach den Worten von Ahmed, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA nicht eskaliert. Die Chancen stünden gut, denn die asiatische Wirtschaftsmacht dürfte versuchen, den Konflikt durch Zugeständnisse abzumildern. Daher rechnet Ahmed damit, dass es 2019 zu einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern kommt.

Auch für die beiden europäischen Krisenherde, den Brexit und den Streit über den italienischen Haushalt, geht der Investmentstratege nicht vom Schlimmsten aus. Die italienische Regierung dürfte letztlich einlenken, wobei der Weg dahin aber nicht einfach sei. Ähnlich sehe es mit dem Brexit aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass Großbritannien ohne ein Abkommen aus der EU ausscheide, sei gesunken, die Situation derzeit aber kompliziert. Sollte eine Einigung gelingen, könnte das Pfund einer der großen Gewinner des kommenden Jahres sein.

@ dpa.de

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