MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich von der Panik an der Wall-Street nicht anstecken lassen.

06.02.2018 - 10:19:24

Frankfurt Eröffnung: Die befürchtete Panik bleibt aus. Der Leitindex Dax konnte höhere Verluste am Dienstag sogar rasch eindämmen. Zuletzt stand er noch 1,83 Prozent tiefer bei 12 455,33 Punkten. Ein für möglich gehaltener Rutsch unter die Marke von 12 000 Punkten blieb aus.

ging es zuletzt noch um 1,74 Prozent auf 25 267,29 Punkte bergab. Der TecDax der Technologiewerte büßte rund 3 Prozent auf 2475,41 Zähler ein. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 betrug der Kursverlust etwa 1,5 Prozent.

Laut Christian Schmidt von der Helaba ist es schwer, abseits der Zinssorgen fundamentale Gründe für die abrutschenden Weltbörsen zu finden. Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel sprach am Morgen von "irrationalen Bewegungen". Er betonte aber, dass eine übergeordnete Aufwärtsbewegung seit 2009 beim Dax noch immer intakt sei. Diese habe schon so manchen Sturm überstanden.

Der größte Verlierer im Dax war nach einem trüben Geschäftsjahr das Papier von Munich Re mit einem Minus von 5,5 Prozent. Naturkatastrophen haben dem weltgrößten Rückversicherer einen noch herberen Gewinneinbruch eingebrockt als gedacht. Neben den Kennziffern übten Experten auch Kritik am einem enttäuschenden Dividendenvorschlag. Diese soll für 2017 lediglich stabil bleiben.

Vergleichsweise kleine Verluste erlitten die Titel der Deutschen Börse mit einem Abschlag von knapp einem Prozent. Für die Geschäfte des Börsenbetreibers ist die gestiegene Volatilität an den Finanzmärkten von Vorteil.

Außerdem schlugen sich einige weniger zyklische Aktien besser als der Dax, darunter die Gesundheitswerte Fresenius und FMC mit Abgaben von maximal 1,5 Prozent.

Unter den Nebenwerten waren vor allem die Aktien von Jenoptik mit einem Kursrutsch um 7,5 Prozent auffällig, obwohl der Technologie- und Rüstungskonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Bestmarken beim operativen Gewinn und dem Umsatz die Erwartungen übertroffen hatte. Belastend wirkte es sich aber aus, dass das Bankhaus Metzler angesichts hoher Bewertungsaufschläge zu vergleichbaren Firmen nun zum Verkauf rät.

@ dpa.de

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