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MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben den jüngsten Kursrutsch am Freitag nur phasenweise zum Einstieg genutzt.

31.07.2020 - 18:17:00

Aktien Frankfurt Schluss: Dax rutscht weiter ab wegen Virussorgen. Zum Ende hin traten sie doch wieder auf die Bremse aus Angst vor dem, was weiter steigende Coronavirus-Infektionszahlen nach der jüngsten Rally über die 13 000 Punkte für die Aktienmärkte bedeuten könnten.

gewannen an der MDax-Spitze 4,4 Prozent. Der Bausoftware-Anbieter hatte mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Allgemein waren in der zweiten Börsenliga IT- und Software-Aktien gefragt, wie auch Anstiege bei Cancom , Bechtle , Teamviewer , Software AG und Compugroup um zwischen 1,9 und 4,1 Prozent belegen.

Auch im Dax waren Technologiewerte unter den Gewinnern. Im vorderen Indexfeld rückten Infineon immerhin um 0,8 Prozent vor. Garant für die gute Stimmung im Sektor waren starke Zahlen der US-Technologiegiganten wie Apple , Amazon oder Facebook . Anders als beim Dow kamen diese bei den Nasdaq-Anlegern gut an.

Zu den Gewinnern im Dax zählten auch die Aktien des Triebwerkherstellers MTU , die nach einem neuen Ausblick auf 2020 ein Plus von 1,1 Prozent über die Ziellinie brachten. Nach den neuen Plänen soll nicht nur das operative Ergebnis, sondern auch das bereinigte Nettoergebnis 2020 klar im schwarzen Bereich bleiben.

Andere Zwischenberichte von Unternehmen kamen jedoch bei Anlegern nicht so gut an. So sackten die Titel von ProSiebenSat.1 als MDax-Schlusslicht um 9,4 Prozent ab. Der TV-Konzern hatte im zweiten Quartal wegen weggebrochener Werbeeinnahmen rote Zahlen geschrieben.

Gea Group verloren im MDax 3,7 Prozent. Börsianer begründeten dies vor allem mit Gewinnmitnahmen nach starkem Lauf. Der im Umbau steckende Konzern kommt dank bereits zuvor eingeleiteter Sparmaßnahmen weiter relativ gut durch die Krise und erhöhte seine Prognose.

Für die Nutzfahrzeugholding Traton ging es im SDax um 7,3 Prozent bergab. Die Volkswagen -Tochter kann wegen der Kaufzurückhaltung der Kunden einen Verlust im Gesamtjahr nicht ausschließen.

Der EuroStoxx verlor am Freitag mehr als ein Prozent auf 3174,32 Punkte. In Paris und London standen die Leitindizes Cac 40 und FTSE 100 mit Einbußen von bis zu 1,5 Prozent noch stärker unter Druck als der Dax. Der New Yorker Dow stand zuletzt mit 0,75 Prozent im Minus.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Freitag überwiegend gestiegen. Der Rentenindex Rex legte um 0,10 Prozent auf 145,85 Punkte zu. Die Umlaufrendite fiel im Gegenzug von minus 0,55 Prozent am Vortag auf minus 0,57 Prozent. Der Bund Future gab um 0,17 Prozent auf 177,41 Zähler nach.

Der Eurokurs kletterte vorübergehend über 1,19 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2018. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,1818 Dollar aber wieder weniger. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1848 (Donnerstag: 1,1743) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8440 (0,8516) Euro./tih/he

Von Timo Hausdorf, dpa-AFX

@ dpa.de

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