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FRANKFURT - Der unverändert robuste Arbeitsmarkt in den USA hat den deutschen Aktien am Freitag etwas Rückenwind verliehen.

04.10.2019 - 18:13:39

Aktien Frankfurt Schluss: Dax über 12 000 Punkten - Robuster US-Arbeitsmarkt. Der Dax stieg zum Handelsende um 0,73 Prozent auf 12 012,81 Punkte und damit wieder über die runde Marke, die der Leitindex in der Wochenmitte aufgrund zunehmender Konjunktursorgen gerissen hatte. Auf Wochensicht hat der Index dennoch über drei Prozent an Wert eingebüßt. Der MDax , der die mittelgroßen deutschen Werte umfasst, gewann zum Handelsende um 1,66 Prozent auf 25 533,50 Punkte dazu.

stieg um 0,86 Prozent. In Paris und London fielen die Kursgewinne noch etwas höher aus. Der New Yorker Dow Jones Industrial präsentierte sich zum europäischen Börsenschluss mit 0,89 Prozent im Plus.

Größter Gewinner im Dax waren am Freitag die Aktien von Bayer , mit einem Plus von 2,74 Prozent. Die Papiere von RWE , legten als einer der besten Werte um 2,32 Prozent zu. Der Essener Stromproduzent hatte seine gerade erst erworbene Beteiligung an dem Energiekonzern Eon leicht gesenkt.

Schlusslicht waren die Aktien von Lufthansa , die den Tag mit einem Minus von 3,20 Prozent beendeten. Ein Händler führte die Verluste in erster Linie auf die weltweit steigenden konjunkturellen Risiken zurück. Anleger setzten am Freitag verstärkt auf sichere Papiere und mieden zyklische Aktien. Auf die Airline kommt zudem möglicherweise eine höhere Ticketsteuer zu.

Erholt präsentierten sich die Aktien von Technologie-Unternehmen, die zuletzt unter Druck geraten waren: Infineon stiegen um 1,32 Prozent und Dialog Semiconductor um 4,27 Prozent. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, dass die Nachfrage nach dem iPhone 11 von Apple höher sei als gedacht. Händler sahen Infineon und Dialog Semiconductor als Profiteure.

Nach einer Verkaufsempfehlung durch die Quirin Bank gaben die Papiere des Verbindungstechnikspezialisten Norma deutlich nach und landeten mit einem Abschlag von 5,38 Prozent am SDax-Ende. Analyst Daniel Kukalj begründete seine Entscheidung mit einem schwächeren wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland und Europa. Für Norma sei der starke Schwerpunkt auf den EMEA-Raum insofern ein Risiko. Die Jahresziele implizierten außerdem ein positives organisches Wachstum im zweiten Halbjahr, wovon er nicht überzeugt sei. Es bestehe die Gefahr einer Umsatz- und Gewinnwarnung.

Papiere von Banken waren unter Druck, so verloren Deutsche Bank 1,31 Prozent und Commerzbank 2,28 Prozent. Zu den zuletzt schon schwachen Wirtschaftsdaten kam am Freitag ein Auftragseinbruch im deutschen Maschinenbau hinzu. In Zeiten wirtschaftlicher Abkühlung steigen tendenziell die Ausfallrisiken für Kredite, die Banken vergeben.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,54 Prozent auf minus 0,59 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,22 Prozent auf 146,18 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,01 Prozent auf 174,49 Zähler nach. Der Euro wurde mit 1,0975 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0979 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9108 Euro./kro/he

Von Benjamin Krieger und Karolin Rothbart, dpa-AFX

@ dpa.de

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