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FRANKFURT - Der globale Handelsstreit verkommt zur Hängepartie und auch die Brexit-Verhandlungen gehen in die nächste Runde.

15.03.2019 - 17:52:24

WOCHENAUSBLICK: Skeptische Anleger hoffen auf gute Konjunkturdaten. Am Dienstag soll nochmals über Theresa Mays mit der Europäischen Union (EU) ausgehandelten Austrittsvertrag abgestimmt werden. Sollte es hier nicht zu einer überraschenden Zustimmung kommen, dürfte der Fokus der Finanzmärkte wieder auf den weltwirtschaftlichen Perspektiven liegen, schrieb Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck.

etwas die Puste aus - die Grundhaltung der Investoren sei trotz der kräftigen Erholung seit Jahresbeginn nach wie vor von Skepsis geprägt.

Ob diese Vorsicht berechtigt ist, könnten in der neuen Woche frische Konjunkturdaten aus den USA zeigen - auch weil sich das für Ende März geplante Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf frühestens April verschieben wird. Ein baldiges Ende des Handelsstreits ist somit vorerst nicht in Sicht.

Am Dienstag werden Zahlen zum Auftragseingang für die Industrie im Januar erwartet, bevor am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell Neuigkeiten zur Geldpolitik bekanntgibt.

Die Fed wird ihren Leitzins voraussichtlich unverändert lassen. Weitere Zinserhöhungen seien derzeit nicht geplant. Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner sagte: "Der Zins verliert seinen letzten Freund. Am Markt werden sogar bereits Zinssenkungen diskutiert." Die US-Wirtschaft habe sich zweifelsohne abgeschwächt, dies sei aber auch allgemein erwartet worden, so der Volkswirt. Gegen eine Rezession spräche der hohe Absatz von schweren Lkw. Dieser sei ein guter Konjunkturindikator, da Güter nun mal zum Kunden transportiert werden müssten.

Am Donnerstag folgen der Philly-Fed-Index, ein wichtiger Indikator auf die Wirtschaftsentwicklung in der Region um Philadelpha, sowie die Frühindikatoren für Februar.

Auch für Deutschland und Europa werden diese Woche Indikatoren zum Verbrauchervertrauen, zur Konjunktur und zum verarbeitenden Gewerbe bekannt, die Bewegung in den Markt bringen könnten. LBBW-Analyst Frank Klumpp sagte: "Die sich eintrübende Weltkonjunktur ist in Deutschland besonders spürbar, was sich in der sich verschlechternden Stimmung im verarbeitenden Gewerbe ablesen lässt." Vor diesem Hintergrund habe er zuletzt die Konjunkturprognosen erneut nach unten angepasst, bislang jedoch erwartet Klumpp noch keine Rezession.

Davon abgesehen beginnt die Woche hierzulande mit einigen Änderungen. So gibt es zwar keine Wechsel im Dax, der MDax der mittleren Werte aber listet zwei neue Werte: Der Autozulieferer Knorr-Bremse und der Halbleiter-Hersteller Dialog Semiconductor sind nun mit dabei, während der Auto-Zulieferer Schaeffler und der Stahlhersteller Salzgitter ab sofort nur noch im SDax zu finden sind. Zu den zwei Abgängen hinzu gesellen sich im Index der Nebenwerte vier weitere neue Unternehmen.

Mit ihren Quartals- und Jahresbilanzen sind in der neuen Woche zudem einige Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe an der Reihe. So öffnen am Dienstag der Flughafenbetreiber Fraport und der Betreiber von Waschanlagen Washtec ihre Bücher. Am Mittwoch folgt der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich . Recht dicht gedrängt ist die Agenda dann am Donnerstag, bevor unter anderem Salzgitter die Woche beschließt./hosbr/la/fba

Von Philip Brändlein, dpa-AFX

@ dpa.de

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