MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der deutsche Leitindex Dax ist wegen Rezessionssorgen am Freitagvormittag auf den niedrigsten Stand seit November 2020 gefallen.

23.09.2022 - 12:05:28

Aktien Frankfurt: Steigende Zinsen drücken Dax auf Tief seit November 2020. Die jüngste Häufung von Zinserhöhungen großer Notenbanken steckt den Investoren auch am Freitag noch in den Gliedern. Zuletzt verlor der Dax 1,31 Prozent auf 12 367 Punkte. Auf Wochensicht hat sich für den Index ein Verlust von drei Prozent angehäuft. Auch an der Wall Street stehen die Signale vor dem Wochenende auf weitere Kurseinbußen angesichts der straffen Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

der mittelgroßen Börsentitel lotete am Freitag ebenfalls ein Jahrestief aus. Er büßte 2,30 Prozent auf 22 730 Zähler ein und fiel auf das niedrigste Niveau seit Mai 2020. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um eineinhalb Prozent nach.

Für Aufsehen und ein Kursdesaster sorgte die Rücknahme der Jahresziele beim Immobilienfinanzierer Hypoport . Die im SDax der kleinen Börsentitel enthaltene Aktien brachen um 36 Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Die derzeitige Jahresprognose werde "deutlich verfehlt", hatte das Unternehmen am Vorabend mitgeteilt. Analyst Simon Keller von Hauck Aufhäuser Investment Banking nannte die Nachrichten "verheerend". Der Rückgang bei Immobilienkrediten scheine sich angesichts steigender Zinsen zu beschleunigen.

An die Spitze des Dax setzten sich derweil die Aktien von Airbus mit plus drei Prozent. Analyst David Perry von JPMorgan machte hier nach den jüngsten Kursverlusten eine "hervorragende Einstiegsgelegenheit" aus.

Symrise-Aktien stiegen um knapp ein Prozent. Die US-Bank JPMorgan riet zum Kauf der Papiere des Herstellers von Duft- und Aromastoffen. Beiersdorf legten ebenfalls um ein knappes Prozent zu, nachdem die Bank of America der Aktie rund 20 Prozent Aufwärtspotenzial attestiert hatte.

Im MDax setzte sich der Ausverkauf bei den Papieren von Varta fort, es ging um weitere gut neun Prozent nach unten. Den Aktien des Batterieherstellers droht nun ein Tief seit drei Jahren.

@ dpa.de

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