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FRANKFURT - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag von positiv aufgenommenen Nachrichten zum US-chinesischen Handelsstreit profitiert.

25.11.2019 - 15:08:41

Aktien Frankfurt: Dax gibt Teil seiner Gewinne trotz besserer Stimmungsdaten ab. Allerdings bröckelten die Gewinne bis zum Mittag ein Stück weit ab. Weitere Anzeichen einer Stabilisierung der deutschen Wirtschaft ließen die Anleger eher kalt. Der Dax notierte gegen Mittag 0,42 Prozent im Plus bei 13 218,93 Punkten.

für mittelgroße Werte stieg am Montag um 0,61 Prozent auf 27 257,35 Zähler. Im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,50 Prozent nach oben.

Wie am Wochenende bekannt wurde, geht China ein Stück weit auf die USA zu. Die chinesische Regierung kündigte in Peking an, Strafen für die Verletzung geistigen Eigentums zu verschärfen, allerdings ohne Details zu nennen. Hinzu kommt eine Meldung der staatlichen chinesischen Zeitung "Global Times", wonach ein zuletzt immer wieder thematisiertes erstes Teilabkommen kurz vor dem Abschluss stehen soll. Die Entwicklungen hatten bereits den Börsen in Asien Auftrieb gegeben.

Marktexperte Christian Henke vom Online-Broker IG bezeichnete die Äußerungen dennoch als "recht schwammig". Michael Hewson von CMC-Markets glaubt indes auch nicht, dass die für die USA wichtige Regelung zur Verletzung geistigen Eigentums Bestandteil des besagten Teilabkommens sein wird. Überhaupt würden Investoren zurzeit immer stärker bezweifeln, dass es noch vor Jahresende zu irgendeiner handfesten Einigung kommt.

Konjunkturseitig hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November wie erwartet etwas auf. Nach einigen hoffnungsvollen Konjunkturdaten stieg auch das meist beachtete Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft, das Ifo-Geschäftsklima leicht. Ökonomen sprachen von einer Bodenbildung, für eine Trendwende nach oben sei es aber noch zu früh.

Im Zuge dessen ging es am Montag besonders in den zyklischen Werten bergauf. Gefragt waren etwa Unternehmen aus dem Reise- Medien- und Einzelhandelssektor, geringere Zuwächse verzeichnete dagegen die Telekommunikationsbranche.

Im Dax führte der Chiphersteller und Autozulieferer Infineon mit einem Plus von 2,10 Prozent. Auf dem dritten Platz stand Daimler mit plus 1,21 Prozent. Ein Analyst führte die Stärke auch auf Spekulationen zurück, wonach ein strategischer Investor derzeit dabei sein könnte, eine Beteiligung an den Stuttgartern aufzubauen. Den Anstoß dazu habe am vergangenen Freitag wohl eine Mitteilung gegeben, wonach die britische Großbank HSBC als möglicher Mittelsmann Zugriff auf 5 Prozent der Stimmrechte habe.

Im MDax für mittelgroße Werte landeten Papiere von Hugo Boss und Puma mit einem Aufschlag von jeweils rund zweieinhalb Prozent auf den vorderen Rängen. An der Indexspitze stand das Biotechnologieunternehmen Morphosys mit plus 3,44 Prozent. Thyssenkrupp fielen dagegen nach einem pessimistischen Analystenkommentar mit minus viereinhalb Prozent auf ein Tief seit Anfang September.

Im Nebenwerteindex SDax brachen die Aktien von Isra Vision nach einer Umsatzwarnung um fast 17 Prozent ein. Laut dem Spezialisten für Materialprüfung haben die schwierigen Märkte in vielen Branchen und Regionen im Schlussquartal des Geschäftsjahres den Auftragseingang und damit auch das geplante Wachstum beeinträchtigt. Die Zahlen für das Ende September abgelaufene gesamte Geschäftsjahr will der Konzern Mitte Dezember vorlegen.

Der Ökostromerzeuger Encavis hat mit seinen neuen Geschäftszahlen trotz Umsatz- und Gewinnwachstum ebenfalls wenig Begeisterung unter seinen Anlegern hervorgerufen. Ein Händler monierte, dass unerwartet hohe Steueraufwendungen zuletzt etwas auf den Gewinn je Aktie gedrückt hätten. Die Aktie gab am Nachmittag um gut 2 Prozent nach. Der Kochboxenversender Hellofresh konnte sich dagegen mit einem neuen Rekordhoch bei 19,10 Euro und mehr als fünf Prozent Kursgewinn gut an der Indexspitze behaupten.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei minus 0,35 Prozent. Der Rentenindex Rex blieb mit 144,56 Punkten ebenfalls unbewegt. Der Bund-Future fiel um 0,11 Prozent auf 171,06 Punkte.

Der Euro stagnierte bei 1,1013 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf auf 1,1058 (Donnerstag: 1,1091) festgesetzt./kro/mis

Von Karolin Rothbart, dpa-AFX

@ dpa.de

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