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FRANKFURT - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag zugelegt seinen Verlust in dieser turbulenten Handelswoche eingedämmt.

16.08.2019 - 12:01:24

Aktien Frankfurt: Dax kann zurückeroberte Marke von 11 500 Punkten nicht halten. Rückenwind kam von vagen Entspannungssignalen im US-chinesischen Handelsstreit sowie Zinshoffnungen für die Eurozone.

als Leitindex der Eurozone rückte um rund 0,7 Prozent vor.

Jüngste Kommentare von US-Präsident Donald Trump signalisieren Beobachtern zufolge, dass die USA an einer baldigen Beilegung des Zollkonflikts mit China interessiert sind. Donald Trump machte deutlich, dass beide Seiten etwas unternehmen wollen, nannte aber keine Details. Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sprach von einem positiven Zeichen, ein Durchbruch sei aber noch weit entfernt.

Für Zinsoptimismus sorgten Äußerungen des finnischen Notenbankchefs Olli Rehn, der für eine spürbare Lockerung der EZB-Geldpolitik warb. "Es ist wichtig, dass wir im September ein umfassendes und wirksames Paket vorlegen", sagte Rehn am Donnerstag der US-Finanzzeitung "Wall Street Journal". Mit Blick auf die Finanzmärkte sei es zudem besser, die Erwartungen zu übertreffen als zu enttäuschen.

Auf Unternehmensseite ging es am Freitag deutlich ruhiger zu, nachdem die Quartalsberichtsaison so gut wie beendet ist. Die Aktien der Deutschen Euroshop sackten am MDax-Ende um mehr als 3 Prozent ab. Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit) des auf Einkaufszentren spezialisierten Immobilieninvestors stagnierten weitgehend im ersten Halbjahr. Bei den Analysten kam das Zahlenwerk hingegen negativ an.

An der Dax-Spitze stiegen die Aktien des Agrorchemie- und Pharmakonzerns Bayer nach einer Kaufempfehlung der Bank of America um rund 2 Prozent. Schlusslicht waren die Aktien der Lufthansa , die ihren Abwärtstrend mit einem Minus von 0,9 Prozent fortsetzten.

Eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC ließ die Fielmann-Aktien um 1,9 Prozent auf 61,60 Euro steigen. Die langfristigen Wachstumsaussichten der Optikerkette seien intakt, versicherte Analyst Paul Rossington. Zudem verwies er darauf, dass die Papiere in den vergangenen zwei Monaten deutlich nachgegeben und damit wieder Kurspotenzial hätten.

Die Titel von Freenet verteuerten sich um 1,8 Prozent. Das Mobilfunkunternehmen hatte angekündigt, als Sunrise-Großaktionär auf der Generalversammlung des Schweizer Telekomunternehmens gegen die geplante Kapitalerhöhung zur Übernahme von UPC zu stimmen. Der Kaufpreis von 6,3 Milliarden Franken sei zu hoch, sagte Freenet-Chef Christoph Vilanek.

Die Anteilscheine von Ceconomy fielen den sechsten Börsentag in Folge und gaben um weitere 4 Prozent nach. Damit summiert sich das Kursminus seit Donnerstag voriger Woche auf nun rund ein Viertel des Börsenwertes. Am Vortag waren die Aktien des Elektronikhändlers zudem unter die 200-Tage-Durchschnittslinie gesunken, die als Indikator für den langfristigen Trend gilt./edh/mis

Von Eduard Holetic, dpa-AFX

@ dpa.de

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