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FRANKFURT - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach der Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten mit leichten Gewinnen geschlossen.

14.09.2021 - 18:17:58

Aktien Frankfurt Schluss: US-Inflationsdaten geben leichten Aufwind. "Es wird am Markt verhalten positiv gesehen, dass es keine negative Überraschung gab", sagte ein Händler. Für die US-Notenbank Fed seien die Zahlen zunächst eine Bestätigung ihres abwartenden geldpolitischen Kurses, kommentierte Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Deshalb hätten die Anleger ihre Inflationssorgen für den Moment beiseite geschoben.

der 60 mittelgroßen Börsenwerte endete mit einem Plus von 0,20 Prozent bei 35 871,75 Zählern.

Die Leitindizes an Europas wichtigsten Börsen fanden hingegen keine klare Richtung. Der EuroStoxx 50 schloss 0,05 Prozent höher bei 4191,67 Punkten. Der Cac 40 in Paris sank hingegen um rund 0,4 Prozent. Der Londoner FTSE 100 verlor rund 0,5 Prozent. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss rund 0,4 Prozent tiefer.

In den USA hatte sich der Anstieg der Verbraucherpreise im August von einem hohen Niveau aus etwas abgeschwächt. Erstmals seit Oktober 2020 fiel der entsprechende Index schwächer aus als vom Markt erwartet. "Der Preisdruck ist weiterhin beträchtlich, auch wenn die Raten sowohl im Monats- als auch im Vorjahresvergleich etwas geringer ausfallen", kommentierte Ulrich Wortberg von der Helaba.

Die Inflation liegt weiter deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank Fed, die zwei Prozent anstrebt. Die Fed macht aber vor allem vorübergehende Faktoren für die hohe Rate verantwortlich. An den Märkten wird derzeit über die weiteren Schritte der US-Währungshüter gerätselt, die in der kommenden Woche zur nächsten Sitzung zusammenkommen. Zuletzt hatte die Fed eine Drosselung ihrer Anleihekäufe signalisiert.

Die Aktien von Merck KGaA rutschten nach einer Verkaufsempfehlung der UBS um 1,2 Prozent ab, nachdem sie jüngst ein weiteres Rekordhoch erklommen hatten. Analyst Michael Leuchten hält die hohe Bewertung für überzogen und zweifelt daran, dass die vom Pharma- und Spezialchemiekonzern angestrebten mittelfristigen Wachstumsziele in gleichem Maß auf die Ergebnisentwicklung durchschlagen werden.

Kursverluste beim US-Sportartikelhersteller Nike vom Vorabend schlugen auf die Papiere des deutschen Wettbewerbers Adidas durch, die 1,3 Prozent einbüßten. Händlern zufolge hatten sich Wall-Street-Analysten in einer Studie zu Nike pessimistisch geäußert und auf Probleme in den Lieferketten der Branche hingewiesen.

Delivery Hero rutschten als Dax-Schlusslicht um 1,7 Prozent ab. Dabei belastete in erster Linie eine gestrichene Kaufempfehlung des Analysehauses Oddo.

Im MDax waren Siemens Healthineers mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent unter den Favoriten. Börsianer verwiesen auf die allgemein gute Stimmung für die Aktie des Medizintechnikkonzerns mit dem bevorstehenden Dax-Aufstieg und die Aussicht auf eine Erhöhung der Mittelfristziele. Zudem äußerten sich die Berenberg-Analysten positiv.

Eine angehobene Jahresprognose von Deutz ließ die Aktien an der SDax-Spitze um 5,2 Prozent steigen. Die Titel des Verbindungstechnikspezialisten Norma hingegen brachen nach einer Kürzung der Margenziele im Verlauf auf das tiefste Niveau seit November 2020 ein und verloren letztlich knapp 16 Prozent.

Die Anteilsscheine von Compugroup rückten um 1,8 Prozent vor. Der auf Arztpraxen und Krankenhäuser spezialisierte Softwareanbieter will nach seinem aktuell laufenden Investitionsprogramm mittelfristig wieder deutlich profitabler werden.

Der Euro wurde zuletzt mit 1,1824 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1814 Dollar festgesetzt.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,39 Prozent am Montag auf minus 0,38 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 145,02 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,10 Prozent auf 171,93 Punkte./edh/men

Von Eduard Holetic, dpa-AFX

@ dpa.de

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