MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax stehen die wieder steigenden Renditen für US-Staatsanleihen sowie die verhaltenen Vorgaben der Börsen in Übersee gegenüber.

16.05.2018 - 10:23:36

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax nimmt erneut 13 000 Punkte ins Visier

trat bei 3564,39 Zählern auf der Stelle.

"Der Zinsanstieg wird mehr und mehr zum Risiko", warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Auch sollte das Thema Nordkorea nicht vorschnell abgehakt werden, und zudem warteten die Anleger auf mehr Klarheit bezüglich der Pläne der neuen italienischen Regierungskoalition. Noch reagierten die Märkte aber gelassen.

In der deutschen Bilanzsaison ist nach dem ereignisreichen Vortag die Luft erst einmal raus: Quartalszahlen gibt es an diesem Mittwoch lediglich vereinzelt aus der zweiten und dritten Reihe.

Im MDax setzte sich der Anlagenbauer Dürr mit einem Kursplus von 4,05 Prozent an die Spitze. Er litt zwar zu Jahresbeginn unter der weiter schwächelnden Sparte mit Lackieranlagen, hofft aber dank der Bestellungen aus der Auto- und der Möbelindustrie im weiteren Jahresverlauf mit mehr Schwung. Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank verwies beim schwächeren operativen Ergebnis (Ebit) auf den hohen Vergleichswert aus dem Vorjahr und lobte den "sehr guten Auftragseingang und die soliden Umsätze".

Die Anteilsscheine von Leoni gehörten ebenfalls zu den Favoriten der Anleger: Sie gewannen 2,74 Prozent. Der Kabelspezialist konnte laut endgültigen Zahlen zum Jahresauftakt den Gewinn um rund ein Fünftel steigern. An der Umsatzprognose für das Jahr hielt das Management um Interimschef Karl Gadesmann trotz des hohen Wachstums im ersten Quartal fest.

Derweil büßten die Aktien der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) angesichts des fast vollständigen Rückzugs des Bunds 3,56 Prozent auf 13,02 Euro ein. Am Dienstagabend hatte die in der Finanzkrise verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) über die Platzierung von zirka 22 Millionen PBB-Aktien berichtet - zu einem Preis von 12,95 Euro je Aktie. Die HRE hatte zuvor angekündigt, durch den Verkauf der von ihr gehaltenen Papiere ihren Anteil von zuletzt 20 auf 3,5 Prozent senken zu wollen. Die Platzierung erfolgte ausschließlich an institutionelle Anleger. Der Bund nimmt mit dem Verkauf 287 Millionen Euro ein.

Wirecard-Titel erreichten nach endgültigen Quartalsresultaten des Zahlungsabwicklers bei 125,20 Euro ein Rekordhoch. Dort konnten sie sich aber nicht lange halten: Zuletzt verloren sie 0,40 Prozent auf 123,50 Euro, womit sie zu den schwächeren Werten im TecDax zählten. Das Unternehmen verdiente zu Jahresbeginn weiter gut am Einkaufsboom im Internet: Das Nettoergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um fast die Hälfte. Der Umsatz legte sogar noch stärker zu. Wirecard sei angesichts der Quartalszahlen auf dem besten Weg, auch die bereits angehobenen Ziele für das Gesamtjahr zu übertreffen, lobte Baader-Analyst Knut Woller.

@ dpa.de

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