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MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax stand zuletzt 0,4 Prozent im Minus.

08.10.2019 - 10:08:24

Frankfurt Eröffnung: Verluste nach zuletzt gutem Lauf

am MDax-Ende um mehr als ein Fünftel ab. Ein schwacher Umsatzausblick und der überraschende Abgang des Konzernchefs verstimmen die Anleger des Gendiagnostik-Spezialisten. Qiagen blickt wegen eines niedriger als gedachten Wachstums in China vorsichtiger auf das Erlöswachstum im dritten Quartal. Zudem rechnet das Unternehmen mit Umbaukosten vor dem Hintergrund der strategischen Partnerschaft mit Illumina.

Analyst Tycho Peterson von der Bank JPMorgan sprach von einem enttäuschenden Ausblick für das dritte Quartal. Das geringere Wachstum und der Chef-Rücktritt ließen mehr Unsicherheit in puncto des kurz- und mittelfristigen Ausblicks aufkommen.

Die Anteilsscheine von Uniper gerieten trotz einer angekündigten Anteilsaufstockung durch den finnischen Versorger Fortum unter Druck und rutschten um mehr als 9 Prozent ab. Der Uniper-Großaktionär einigte sich mit den Investoren Elliott und Knight Vinke über eine Übernahme von deren Anteilen. Für rund 20,5 Prozent der Uniper-Anteile zahlen die Finnen rund 2,3 Milliarden Euro - vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden in Russland und den USA. Allerdings schließt Fortum, das dann mehr als 70 Prozent der Uniper-Anteile halten würde, für mindestens zwei Jahre einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie ein Herausdrängen der verbleibenden Kleinaktionäre aus.

Spitzenreiter im Nebenwerte-Index SDax waren die Anteilsscheine von Nordex , die um rund 6 Prozent auf 10,75 Euro in die Höhe schnellten. Der Windanlagenbauer erhielt ein Übernahmeangebot seines spanischen Großaktionärs Acciona in Höhe von 10,32 Euro je Aktie. Dieser beteiligte sich an einer Kapitalerhöhung des Hamburger Unternehmens. Der Anteil von Acciona dürfte so deutlich über 30 Prozent steigen.

Der im Dax gelistete Zahlungsabwickler Wirecard schraubte indes seine Mittelfristziele bei Umsatz und Gewinn nach oben. Der optimistischere Ausblick für 2025 sei zwar erwartet worden, aber dennoch positiv, schrieb Analyst Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan. Allerdings stelle sich die Frage, warum der Zahlungsabwickler mit einer niedrigeren operativen Gewinnmarge rechne als bisher. Die Anteilsscheine von Wirecard drehten nach einem freundlichen Start ins Minus und büßten zuletzt mehr als 2 Prozent ein.

@ dpa.de

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