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FRANKFURT - Der Dax ist am Freitag vor dem US-Arbeitsmarktbericht mit moderaten Verlusten in den Handel gestartet.

05.10.2018 - 10:01:40

Aktien Frankfurt Eröffnung: Moderate Verluste vor US-Arbeitsmarktbericht. In den ersten Minuten verlor der deutsche Leitindex 0,14 Prozent auf 12 227,60 Punkte. Auch auf Wochensicht würde er damit ein knappes Minus verbuchen.

sank am Freitagvormittag um 0,70 Prozent auf 25 448,84 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,19 Prozent auf 3368,51 Zähler nach unten.

Sollte die US-Privatwirtschaft ohne die Landwirtschaft im September mehr als 200 000 neue Stellen geschaffen haben, drohten den US-Staatsanleihen weitere Verluste, befürchtet Marktstratege Thomas Meißner von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

In den vergangenen Tagen waren deren Kurse wegen starker amerikanischer Konjunkturdaten und Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell deutlich unter Druck geraten. Anleger hatten sie als Zeichen einer möglicherweise schnelleren Straffung der Geldpolitik als gemeinhin erwartet interpretiert. Die Renditen der festverzinslichen Wertpapiere waren daraufhin auf den höchsten Stand seit Jahren geklettert. Höhere Renditen könnten die Attraktivität von Aktien schmälern.

Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba hob derweil die US-Stundenlöhne als entscheidend für die Entwicklung der Zinserwartungen hervor. Sie seien zuletzt stärker als erwartet gestiegen.

Am deutschen Aktienmarkt stand mit Stratec Biomedical erneut ein Wert aus den hinteren Börsenreihen im Fokus. Die Aktien des ehemaligen TecDax-Mitglieds stürzten um rund 30 Prozent auf 44,90 Euro ab und notierten damit so niedrig wie zuletzt Anfang 2017, nachdem der Laborgerätehersteller seine Aktionäre mit gesenkten Jahreszielen verschreckt hatte.

Bei MDax-Schlusslicht Scout24 stand nach einem negativen Analystenkommentar ein Kursrutsch von gut sechseinhalb Prozent auf 35,68 Euro zu Buche - das bedeutete den niedrigsten Stand seit März. Die britische Investmentbank HSBC strich ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Die eventuell drohende Ausweitung des sogenannten Bestellerprinzips beim Immobilienkauf gefährde das Geschäftsmodell der Immobilienmakler und steigere die Unsicherheit der Anleger des Internetportal-Betreibers mit seiner Immobilienanzeigen-Sparte, schrieb Analyst Christopher Johnen.

Freenet-Titel büßten rund drei Prozent auf 19,935 Euro ein und rutschten damit auf ein Tief seit vier Jahren. Das Telekommunikationsunternehmen hatte mitgeteilt, dass der bisherige Finanzvorstand Joachim Preisig zum Jahresende seinen Abschied nimmt und durch Ingo Arnold ersetzt wird. Arnold war bei Freenet zuletzt unter anderem für Investor Relations verantwortlich. Die Personalie könnte für etwas Unsicherheit sorgen, kommentierte ein Händler.

@ dpa.de

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