MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax ist am Donnerstag der Wall Street gefolgt und hat sich stabilisiert.

15.09.2022 - 10:10:01

Aktien Frankfurt Eröffnung: Moderate Gewinne nach jüngstem Kursrutsch. Der deutsche Leitindex stieg um 0,39 Prozent auf 13 079,29 Punkte. Geschockt von der hartnäckigen US-Inflation war das Börsenbarometer zuletzt in zwei Tagen um bis zu 4,5 Prozent von seinem Erholungshoch bei 13 564 Punkten im Bereich der 100-Tage-Linie abgesackt. Diese beschreibt die langfristigste Entwicklung.

ging es um 0,5 Prozent nach oben.

An der Wall Street hatte sich der Dow Jones Industrial am Mittwoch nach einem Tief seit Mitte Juli fangen können und war ins Plus gedreht. Besonders deutlich erholten sich Technologiewerte an der Börse Nasdaq.

Nach dem unerwartet deutlichen Preisauftrieb für die Verbraucher habe die Abschwächung auf Herstellerebene am Vortag geholfen, die Gemüter wieder etwas zu beruhigen, hieß es bei der Schweizer Investmentbank Credit Suisse. In den USA hatte sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene stärker als erwartet abgeschwächt, wie gestern bekannt wurde.

Dem aktuellen Bernecker-Börsenbrief "Bernecker-Daily" zufolge geht "der Kampf um die Stabilisierung der Märkte gegen die Ängste einer deutlichen Zinsanhebung" weiter. 30 Prozent aller Akteure in New York setzten bei der nächsten Zinssitzung der US-Notenbank am Mittwoch auf einen Zinsschritt von 1 Prozentpunkt. Das habe es ganz selten gegeben.

Vor diesem Hintergrund waren europaweit und auch hierzulande Bankaktien gefragt, denn höhere Zinsen verbessern in der Regel die Ertragschancen der Finanzinstitute. So gewannen die Papiere der Deutschen Bank an der Dax-Spitze 2,7 Prozent. Im MDax hatten die Anteilsscheine der Commerzbank mit einem Plus von 4,2 Prozent die Nase vorn.

Unter den größten Verlierern im Dax gaben die Aktien von Munich Re um 0,3 Prozent nach. Die Papiere litten etwas unter einem skeptischen Analystenkommentar. Um den jüngsten Kursanstieg zu rechtfertigen, müsste sich unter anderem die Schaden-Unfall-Relation des Rückversicherers im kommenden Jahr verbessern, schrieb der Experte Will Hardcastle von der Schweizer Großbank UBS. Das aber sei höchst unwahrscheinlich.

Am MDax-Ende verloren die Papiere von Kion nach ihrem Kurseinbruch in Höhe von knapp 30 Prozent zur Wochenmitte nun mehr als 4 Prozent. Zwischenzeitlich waren sie auf ein Rekordtief abgesackt. Der Gabelstapler-Hersteller hatte am Mittwoch seinen Geschäftsausblick drastisch gesenkt.

@ dpa.de

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