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FRANKFURT - Der Dax hat sich am Montag nach einem verhaltenen Start etwas nach oben gearbeitet.

22.07.2019 - 12:00:25

Aktien Frankfurt: Dax schleppt sich mühsam ins Plus. Am Mittag schaffte der deutsche Leitindex ein Plus von 0,22 Prozent auf 12 287,09 Punkte. Bereits jetzt richteten sich die Hoffnungen der Anleger auf die Europäischen Zentralbank (EZB), die am Donnerstag ihre geldpolitischen Beschlüsse verkünden wird.

wiederum legte etwas zu.

"Mit Spannung wird erwartet, ob die EZB bereits geldpolitische Beschlüsse im Köcher hat oder diese für den Herbst vorbereitet", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. An den Finanzmärkten wird überwiegend noch nicht mit einer Senkung des Einlagensatzes gerechnet. Einige Ökonomen halten jedoch eine Überraschung für möglich.

"Die Sitzung der Europäischen Zentralbank könnte historisch werden", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Da wundere die leichte Zurückhaltung zum Start in die neue Börsenwoche wohl kaum jemand.

Etwas auf die Stimmung aber drückte die jüngst wieder aufgeflammte Iran-Krise. Kurz vor dem Wechsel an der Spitze seiner Regierung will Großbritannien den Iran nach den Tankervorfällen mit Strafmaßnahmen belegen. Die Regierung prüft laut Verteidigungsministerium eine "Reihe von Optionen". Außenminister Jeremy Hunt will das Parlament am Nachmittag über den Stand unterrichten. Nach Angaben britischer Medien wird erwogen, Vermögen des iranischen Staates einzufrieren.

Hierzulande zählten die Aktien des Dialyse-Anbieters Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Plus von knapp 1,5 Prozent zu den Favoriten im Dax. Positive Impulse kamen aus den USA: Der Wettbewerber DaVita hatte sein Gewinnziel für das Gesamtjahr erhöht.

Ansonsten bewegten vor allem Analystenkommentare die Kurse. So gewannen die Aktien von Wirecard gut 1 Prozent. Die Dynamik des Zahlungsabwicklers lege zu, schrieb Analyst Antonin Baudry von der britischen Investmentbank HSBC. Baudry sieht die Chance, dass das Umsatzziel für 2020 erhöht wird.

Am Index-Ende verloren die Anteilsscheine der Munich Re mehr als 1 Prozent. Der Rückversicherer habe zwar dank weniger Naturkatastrophen, der massiven Auflösung von Reserven und erklecklicher Kapitalgewinne ein ideales zweites Quartal hinter sich, schrieb der Experte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies. Doch die bescheidenen Verluste aus Großschäden seien ein branchenweites Phänomen, und die Auflösung von Reserven könnten die Ergebnisse in Zukunft belasten.

Am MDax-Ende sackten die Papiere von Norma um zuletzt mehr als 4 Prozent ab, nachdem sie zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit 2013 zurückgefallen waren. Bereits am Freitag waren die Anteilsscheine des Herstellers von Verbindungstechnik nach einer Gewinnwarnung und Chefrücktritt um rund 9 Prozent eingebrochen. Nun strich das Bankhaus Metzler die Kaufempfehlung für die Aktien und begründet den Schritt damit, dass das Unternehmen erstmals überhaupt die eigenen Prognosen für die drei Kennziffern Umsatz, Margen und Free Cashflow habe senken müssen./la/mis

Von Lutz Alexander, dpa-AFX

@ dpa.de

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