MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax hat sich am Dienstag etwas von seinem Dämpfer zum Wochenstart erholt.

21.12.2021 - 14:56:25

Aktien Frankfurt: Schnäppchenjäger treiben Erholung am Aktienmarkt. Der deutsche Leitindex stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,17 Prozent auf 15 418,58 Punkte. Damit steuert das Börsenbarometer wieder auf den 200-Tage-Durchschnitt zu. Die viel beachtete Linie beschreibt den langfristigen Trend und wurde am Vortag deutlich nach unten durchbrochen. Zum Wochenstart hatte der Dax knapp 2 Prozent eingebüßt, nachdem er im Verlauf wegen der Omikron-Sorgen und Ängsten vor einem neuerlichen Lockdown in Deutschland auf den tiefsten Stand seit Ende November gefallen war.

gewann 1,5 Prozent.

"Es bleibt das altbekannte Bild. Auf den Absturz folgt die Erholung", kommentierte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners die Gegenbewegung. "Auch so kurz vor Weihnachten gibt es noch ein paar Schnäppchenjäger, die die günstigen Kurse zum Einstieg nutzen."

Der Experte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets hält die Situation indes weiter für fragil. Die zwischenzeitliche Rally im November auf neue Allzeithochs sei der Erwartung geschuldet gewesen, dass die Lieferengpässe im ersten Quartal größtenteils gelöst werden könnten, konstatierte der Marktanalyst. Die neue Corona-Variante Omikron mache diesem "Goldlöckchen-Szenario" nun aber einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Mittlerweile sind die Jahresgewinne im Dax auf gut zwölf Prozent zusammengeschmolzen.

Unter den Einzelwerten im deutschen Leitindex profitierten die Aktien der Deutschen Börse von einer Kaufempfehlung der Schweizer Bank UBS, sie zogen an der Index-Spitze um fast vier Prozent an. Analyst Michael Werner attestierte den Anteilsscheinen nach der jüngsten Kursschwäche ein attraktives Chance-Risiko-Profil und erhöhte seine Ergebnisschätzungen für die kommenden Jahre. Der Experte glaubt, dass der derzeitige zyklische Gegenwind für den Börsenbetreiber 2022 drehen dürfte und das Kerngeschäft wieder deutlicher wachsen sollte.

Ein starker Quartalsbericht des US-Chipherstellers Micron und dessen vom Markt positiv aufgenommene Prognose verschafften indes den Halbleiterwerten Rückenwind. Infineon etwa stiegen um rund zwei Prozent, im MDax ging es für Aixtron um gut drei Prozent aufwärts.

Eine Kaufempfehlung von Stifel schob in den hinteren Börsenreihen die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex im Nebenwerteindex SDax um gut fünf Prozent an. Damit erholten sie sich etwas von ihrer jüngsten Talfahrt.

Derweil wird in Deutschland die für Januar vorgesehene Pflicht zum E-Rezept verschoben. Es sei deutlich geworden, dass "die erforderlichen technischen Systeme noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen", hieß es in einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums, das der dpa vorliegt. Die Papiere der Online-Apotheke Shop Apotheke rutschten in der Folge als klares Schlusslicht im SDax um sieben Prozent ab.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1292 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1273 (Freitag: 1,1330) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8871 (0,8826) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,46 Prozent am Vortag auf minus 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,16 Prozent auf 145,45 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,32 Prozent auf 173,64 Punkte./la/jha/

Von Lutz Alexander, dpa-AFX

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien Frankfurt Schluss: Dax sackt kurz unter 15 000 Punkte. Die Anleger sind im bereits stark angeschlagenen Börsenumfeld zunehmend nervöser, denn in den USA könnte die Notenbank (Fed) am Mittwoch Aussagen zum Ausmaß und Tempo bevorstehender Leitzinsanhebungen machen. Zudem spitzt sich aktuell der Ukraine-Konflikt gefährlich zu, in dem auch die USA und die Europäische Union Position bezogen haben und eine wichtige Rolle spielen. Das sorgte am Montagnachmittag auch an der Wall Street für deutliche Verluste und zog den Dax erstmals wieder seit Anfang Oktober 2021 kurzzeitig unter 15 000 Punkte. FRANKFURT - Die steile Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich zum Wochenstart mit Tempo fortgesetzt. (Boerse, 24.01.2022 - 18:24) weiterlesen...

Aktien Frankfurt: Zinsängste und Ukraine-Konflikt vergraulen Anleger. Der Dax verlor am Montag zuletzt 3,57 Prozent auf 32 440,83 Zähler. FRANKFURT - Die Furcht vor zunehmenden geopolitischen Spannungen und steigenden Zinsen hat den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. (Boerse, 24.01.2022 - 15:01) weiterlesen...

Aktien Frankfurt: Zinsängste und Ukraine-Konflikt treiben Anleger in die Flucht. Der Dax verlor am Montag zuletzt 2,93 Prozent auf 32 655,27 Zähler. FRANKFURT - Ängste vor zunehmenden geopolitischen Spannungen und steigenden Zinsen haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. (Boerse, 24.01.2022 - 12:01) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax weitet Verlustserie aus. Der Dax verlor am Montagmorgen 0,58 Prozent auf 33 446,76 Zähler. FRANKFURT - Der jüngste Rutsch am deutschen Aktienmarkt hat sich am Montag fortgesetzt. (Boerse, 24.01.2022 - 10:10) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bleibt auf Talfahrt. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den Leitindex Dax ein Minus von 0,54 Prozent auf 15 519 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ein ähnlicher Rückgang erwartet. FRANKFURT - Die jüngste Rutsch am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Montag fortsetzen. (Boerse, 24.01.2022 - 08:18) weiterlesen...

dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Dax bleibt unter Druck FRANKFURT (dpa-AFX) (Boerse, 24.01.2022 - 07:33) weiterlesen...