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FRANKFURT - Der Dax hat am Montag im Ringen um die Marke von 11 000 Punkten Gewinne verbucht.

11.02.2019 - 14:32:24

Aktien Frankfurt: Dax im Plus und wieder über 11000 Punkten. Bereits im frühen Handel hatte der deutsche Leitindex die runde Marke zurückerobert, am frühen Nachmittag zeitweise wieder darunter gestanden und zuletzt mit plus 1,07 Prozent auf 11 023,72 Punkten wieder darüber.

stieg ebenfalls um mehr als 1 Prozent.

Für gute Stimmung sorgten positive Nachrichten aus dem Bankensektor und Rückenwind aus Übersee: In China gab es an den Handelsplätzen nach einer feiertagsbedingt mehrtägigen Pause zum Wochenstart kräftige Gewinne. Und in den USA wird der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial zur Eröffnung höher erwartet.

Der US-chinesische Handelsstreit bleibe derweil die größte Sorge der Anleger, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Für die Börse sei dabei entscheidend, dass der Konflikt zwischen Washington und Peking rechtzeitig vor den angekündigten neuen US-Strafzöllen auf chinesische Produkte Anfang März gelöst werde. An diesem Donnerstag wird eine US-Delegation mit dem Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer zu zweitägigen Gesprächen nach Peking reisen.

Im Hinterkopf haben die Anleger zudem einen weiteren möglichen Regierungsstillstand in den USA. Im Streit um die Finanzierung einer von US-Präsident Donald Trump geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko wachsen die Sorgen vor einem erneuten "Government Shutdown". Negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die Kapitalmärkte wären die Folge, schlussfolgerten die Experten der LBBW.

Bankenwerte notierten europaweit sehr fest. Ermutigende Anzeichen für die Kapitalausstattung bei einigen südeuropäischen Branchenwerten ließen hier die Aktionäre risikofreudiger agieren. Im Dax gewannen Deutsche Bank 2,2 Prozent. Im MDax legten an der Index-Spitze die Titel der Commerzbank um 4,3 Prozent zu. Händlern zufolge profitierten sie vom Rückenwind des positiven Branchenumfelds.

Weit vorne im Dax kletterten zudem die Papiere der Deutschen Post nach einem "FAZ"-Bericht, wonach die Bundesregierung mehr Spielraum für Preiserhöhungen bei Briefporto schaffen will, um 2,5 Prozent nach oben. Die Rede ist nun von 85 bis 90 Cent für den Brief. Dies sei mehr als erwartet, sagte ein Händler. Meldungen zur Portopreis-Gestaltung hatten die Aktien zuletzt immer wieder teils kräftig bewegt.

Spannend bleibt auch die Kursentwicklung bei Wirecard . Nach ihrem erneuten Rutsch am Freitag um mehr als 12 Prozent und auf ein Tief seit April 2018 waren sie an diesem Montag nun mit plus 4,6 Prozent der Top-Wert im Dax. Der Kurs hatte in der vergangenen Woche nach Berichten der "Financial Times" zu internen Untersuchungen rund um angebliche Bilanzierungsverstöße eines Mitarbeiters in Singapur deutlich gelitten. Wirecard hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Sehr in Grenzen hielten sich im Vergleich die Kursgewinne im europäischen Automobilsektor < EU0009658681>. Im Dax waren die quasi unveränderten Daimler-Anteile unter den schwächsten Werten. Der Mercedes-Absatz schwächelte im Januar. BMW verloren am Index-Ende 0,6 Prozent. Die Aktien des Autozulieferers Leoni weiteten im SDax ihre im Zuge einer Gewinnwarnung hohen Freitagsverluste um weitere 4,7 Prozent aus. Für die Papiere von Bertrandt ging es um 4,2 Prozent abwärts. Die Bank Hauck & Aufhäuser hatte die Anteile des auf die Autoindustrie spezialisierten Ingenieurdienstleisters auf "Sell" abgestuft.

Mit Blick auf die Berichtssaison verarbeiteten die Anleger am Montag die endgültigen Zahlen von Carl Zeiss Meditec . Die Anteile des Medizintechnikers stiegen um 1,5 Prozent. Zudem verteuerten sich die Aktien des Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori - ebenfalls nach Geschäftszahlen - um 1,3 Prozent.

Sehr schwach mit minus 6,5 Prozent zeigten sich am SDax-Ende ferner die Borussia-Dortmund-Papiere . Nach dem Unentschieden am Wochenende und dem Sieg des FC Bayern schmilzt der Vorsprung der Westfalen in der Bundesliga-Tabelle etwas zusammen.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Freitag bei minus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex stagnierte bei 142,55 Punkten. Der Bund-Future sank um 0,20 Prozent auf 166,32 Punkte zu. Der Euro fiel kurzzeitig unter 1,13 US-Dollar. Am frühen Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1309 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1346 Dollar festgesetzt./ajx/jha/

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

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