MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax hat am Freitag erst einmal kaum auf den viel beachteten Arbeitsmarktbericht aus den USA reagiert.

03.12.2021 - 15:05:26

Aktien Frankfurt: Dax reagiert kaum auf durchwachsenen US-Arbeitsmarktbericht. Nach einem zuvor richtungslosen Handel gewann der deutsche Leitindex zuletzt 0,26 Prozent auf 15 302,85 Punkte. Damit hängt er weiter in der Spanne zwischen rund 15 000 und 15 500 Punkten fest, in die er vor einer Woche infolge erster Nachrichten zur neuen Corona-Variante Omikron abgerutscht war.

der mittelgroßen Unternehmen ging es zuletzt um 0,76 Prozent auf 34 031,41 Punkte hoch, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,24 Prozent auf 4117,75 Zähler zulegte.

Die Daten vom US-Arbeitsmarkt fielen durchwachsen aus: Während die Wirtschaft im November wesentlich weniger Arbeitsplätze geschaffen hat als erwartet, ging die Arbeitslosigkeit überraschend deutlich weiter zurück. Zudem stiegen die Stundenlöhne schwächer als erwartet. "Für die US-Notenbank Fed gibt es vermutlich keinen Grund, vom unlängst angekündigten Plan abzurücken, die Anleihekäufe schneller zu beenden als ursprünglich geplant", schrieb Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

Ansonsten schwanken die Anleger weiter zwischen der Corona-Angst und der täglichen Verlockung, gefallene Kurse zum Einstieg zu nutzen. Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC Markets verglich die vergangenen Tage mit einer Achterbahnfahrt der Kurse und Gefühle.

Die Allianz zählte mit einem Kursplus von 1,4 Prozent zu den Dax-Favoriten. Der Versicherer hatte am Vorabend eine jährliche Dividendensteigerung von mindestens fünf Prozent in Aussicht gestellt. Nach einer Ausschüttung von 9,60 Euro je Aktie in den letzten beiden Jahren dürfen sich die Anteilseigner also auf mindestens 10,08 Euro freuen. Genau darauf habe der Markt gehofft, kommentierte ein Börsianer. Auch die neuen mittelfristigen Ziele kamen bei den Anlegern gut an.

Für Vonovia-Titel ging es nach der endgültig vollzogenen Kapitalerhöhung des Immobilienkonzerns um knapp 1,8 Prozent auf 50,50 Euro hoch. Am Vortag war der Bezugsrechte-Handel mit größeren Kursschwankungen zu Ende gegangen, am 7. Dezember soll nun die Zeichnungsfrist enden. Am Ende wurden 3,20 Euro für die Rechte zum Erwerb junger Aktien bezahlt. Aufaddiert mit dem Bezugsrecht haben die Anleger jetzt je Anteil 53,80 Euro im Depot. Vor der Ankündigung der Maßnahme im November waren für die Aktien noch etwas mehr als 55 Euro gezahlt worden. Laut der DZ Bank fällt mit der erfolgreichen Durchführung der Kapitalerhöhung "einer der wesentlichen Belastungsfaktoren für die Aktie weg".

Bei Aurubis konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg um fast neun Prozent und den ersten Platz im MDax freuen - sie markierten zudem den höchsten Stand seit knapp vier Monaten. Der Kupferkonzern zeigt sich nach einem Gewinnsprung im vergangenen Geschäftsjahr auch für die Zukunft optimistisch. Wie er bei der Vorlage ausführlicher Jahreszahlen mitteilte, will er im laufenden Geschäftsjahr ein operatives Vorsteuerergebnis zwischen 320 und 380 Millionen Euro erzielen - der Analystenkonsens liegt am unteren Ende der Spanne. Auch der angehobene Dividendenvorschlag liegt über den Erwartungen.

Die Aktien von Delivery Hero setzten indes die jüngste Talfahrt fort: Mit einem Minus von über zweieinhalb Prozent auf 104,60 Euro rutschten sie am Dax-Ende auf ein Tief seit knapp zwei Monaten. Am Markt wurde als neue Belastung auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg verwiesen, der steigende Lohnkosten für die Fahrer in der Essenslieferbranche befürchten lässt. Demnach soll es ein EU-Plan sein, deren Rechte zu stärken, indem sie als Arbeitnehmer deklariert werden.

Der Euro kostete zuletzt 1,1296 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1339 Dollar festgesetzt. Am deutschen Anleihemarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,45 Prozent am Vortag auf minus 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 145,54 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,06 Prozent auf 172,61 Zähler.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien Frankfurt: Dax macht etwas Boden gut. Frische Konjunkturdaten haben einen moderat positiven Einfluss auf die Kurse. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zu Jahresbeginn trotz der grassierenden Omikron-Welle verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, stieg von Dezember auf Januar erstmals wieder seit Mitte des vergangenen Jahres. Analysten hatten mit einer Eintrübung gerechnet. FRANKFURT - Nach dem Kurssturz zum Wochenstart hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag ein wenig gefangen. (Boerse, 25.01.2022 - 12:09) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Eröffnung: Stabilisierungsversuch nach Einbruch. Für ein wenig bessere Laune sorgte die beeindruckende Erholung an der Wall Street am Vorabend. Es sei definitiv positiv, dass nach so einem Kurseinbruch Kaufinteresse besteht, betonte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. "Solange immer wieder Käufer in den Markt kommen, ist ein Durchfallen nach unten weiterhin sehr unwahrscheinlich." Insgesamt bleibt die Stimmung aber angeschlagen. FRANKFURT - Nach dem Kurssturz zu Wochenbeginn hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Kursgewinnen eröffnet. (Boerse, 25.01.2022 - 09:51) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax auf Stabilisierungskurs nach Einbruch. Für bessere Laune sorgt die beeindruckende Wende an der Wall Street am Vorabend, die allerdings in Asien keine Wirkung zeigte. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den Leitindex Dax wird ein Anstieg um rund 1,7 Prozent erwartet. FRANKFURT - Nach dem Kurssturz zu Wochenbeginn zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Dienstag eine moderate Erholung ab. (Boerse, 25.01.2022 - 08:16) weiterlesen...

dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Dax bleibt unter Druck FRANKFURT (dpa-AFX) (Boerse, 25.01.2022 - 07:30) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Schluss: Dax sackt kurz unter 15 000 Punkte. Die Anleger sind im bereits stark angeschlagenen Börsenumfeld zunehmend nervöser, denn in den USA könnte die Notenbank (Fed) am Mittwoch Aussagen zum Ausmaß und Tempo bevorstehender Leitzinsanhebungen machen. Zudem spitzt sich aktuell der Ukraine-Konflikt gefährlich zu, in dem auch die USA und die Europäische Union Position bezogen haben und eine wichtige Rolle spielen. Das sorgte am Montagnachmittag auch an der Wall Street für deutliche Verluste und zog den Dax erstmals wieder seit Anfang Oktober 2021 kurzzeitig unter 15 000 Punkte. FRANKFURT - Die steile Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich zum Wochenstart mit Tempo fortgesetzt. (Boerse, 24.01.2022 - 18:24) weiterlesen...

Aktien Frankfurt: Zinsängste und Ukraine-Konflikt vergraulen Anleger. Der Dax verlor am Montag zuletzt 3,57 Prozent auf 32 440,83 Zähler. FRANKFURT - Die Furcht vor zunehmenden geopolitischen Spannungen und steigenden Zinsen hat den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. (Boerse, 24.01.2022 - 15:01) weiterlesen...