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MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax hat am Dienstag einen Großteil seiner zu Wochenbeginn erzielten Gewinne eingebĂŒĂŸt.

04.05.2021 - 11:59:30

Aktien Frankfurt: Anleger wieder in der Defensive. Er fiel am spĂ€ten Vormittag um 0,67 Prozent auf 15 134,85 Punkte. Damit setzten sich die jĂŒngsten Schwankungen des deutschen Leitindex fort. Er bewegt sich seit Wochen schon im Bereich zwischen 15 000 Punkten und seinem Rekordhoch von 15 501 ZĂ€hlern hin und her.

mit den mittelgroßen deutschen Werten fiel um 0,79 Prozent auf 32 652,58 Punkte. Der Eurozonen-Index EuroStoxx bewegte sich zuletzt etwas moderater mit 0,2 Prozent im Minus.

Auf der Unternehmensseite sorgten einmal mehr Quartalsberichte fĂŒr GesprĂ€chsstoff - unter anderem bei den Infineon -Aktien. Sie sackten als Dax-Schlusslicht um 4,5 Prozent ab und konnten so nicht von leicht angehobenen Jahresprognosen des Chipkonzerns profitieren. Dies und die Zahlen seien "vermutlich nicht gut genug, um in dem aktuellen Umfeld noch zu begeistern", hieß es von Börsianern.

Infineon zĂ€hlt zur Tech-Branche, einem Gewinner der noch schnelleren Digitalisierung in der Corona-Krise, die am Dienstag insgesamt unter Druck stand. Am Markt hieß es, hier machten sich die insgesamt steigenden Marktzinsen mit Gewinnmitnahmen bemerkbar. Entsprechend kamen auch andere Aktien von Pandemie-Profiteuren unter Druck, im Dax galt dies fĂŒr den Essenslieferdienst Delivery Hero mit einem Minus von 1,3 Prozent.

Deutlicher zeigte es sich aber im MDax mit Kursrutschen unter anderem bei Teamviewer und Hellofresh . Gute oder gemischte Quartalszahlen konnten hier den Aktien keinen RĂŒckenwind geben, sie sackten um 5,2 respektive 6,9 Prozent ab. Bei Teamviewer trug eine enttĂ€uschende Umsatzentwicklung zum abrutschenden Aktienkurs bei.

Nicht gerade förderlich dĂŒrfte fĂŒr die vorgenannten Werte auch die steigende Hoffnung auf baldige Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen sein. Die Landesbank Helaba verwies in ihrem Morgenkommentar auf eine sinkende Inzidenzzahl in Deutschland, wo jeder vierte Landkreis mittlerweile wieder unter der Schwelle fĂŒr die sogenannte Bundes-Notbremse liegt. Gefragt waren unter diesen UmstĂ€nden die 3,1 Prozent höheren Aktien der Lufthansa , dem wohl grĂ¶ĂŸten Sinnbild eines unter der Pandemie leidenden.

Nicht nachhaltig war die am Anfang noch positive Reaktion der Anleger auf die Zahlen von Vonovia , die Papiere des Immobilienkonzerns drehten ins Minus und fielen um 1,4 Prozent. Sie wurden gebremst von den derzeit steigenden Marktzinsen ausgebremst, mit denen die Immobilienbranche tendenziell an AttraktivitÀt verliert. Diese können Bauen teurer machen und auf den Bewertungen von Immobilien lasten.

Als Profiteur steigender Zinsen gelten dagegen die Aktien aus dem Bankensektor. Nach zuletzt starkem Lauf sanken die Papiere der Deutschen Bank zwar um 0,8 Prozent, jene der Commerzbank fielen mit einem Kurssprung um 3,9 Prozent im insgesamt positiven Branchenumfeld in Europa aber positiv auf.

Im MDax drehten auch die Papiere des Diagnostikkonzerns Qiagen nach Zahlen mit 0,7 Prozent ins Minus. Ein Gewinner blieben dort die Siemens Healthineers -Titel mit einem Anstieg um ein halbes Prozent. Hier gab eine Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank RĂŒckenwind.

FĂŒr GesprĂ€chsstoff sorgte ansonsten noch Osram . Bei der Übernahme des deutschen Lichtspezialisten schlĂ€gt der Sensorhersteller AMS mit einem angepeilten Börsen-Abschied ein neues Kapitel auf. Den verbliebenen Osram-AktionĂ€ren werden dafĂŒr 52,30 Euro je Anteilsschein geboten - gemessen am Kurs vielleicht zu wenig. Die Aktien stiegen um 1,2 Prozent auf 52,55 Euro und damit ĂŒber diesen Preis.

@ dpa.de

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