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FRANKFURT - Der Arbeitsmarktbericht aus den USA ist den Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Freitag leicht auf den Magen geschlagen.

03.09.2021 - 18:10:00

Aktien Frankfurt Schluss: US-Arbeitsmarktdaten belasten die Stimmung. Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank sprach von einer "massiven Enttäuschung". Der Jobaufbau komme nach der Corona-Delle zwar voran, "aber im Schneckentempo". Nicht nur der Materialmangel laste auf der Produktion und reduziere den Bedarf an Arbeitskräften, sondern zugleich gebe es auch eine rekordhohe Zahl an offenen Stellen. "Es herrscht also in vielen Bereich ein Arbeitskräftemangel, der schwerwiegender ist als der Materialmangel." Die Bereitschaft der Unternehmen, höhere Löhne zu zahlen, dürfte daher wachsen. Der Inflationsdruck steige.

der 60 mittelgroßen Börsenwerte gab am Freitag um 0,60 Prozent nach auf 36 056,41 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Handel mit minus 0,71 Prozent auf 4201,98 Zähler und auch in Paris und London wurden Verluste verbucht. In den USA sank der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,2 Prozent. Die Nasdaq-Indizes legten zugleich moderat zu.

Schwächster Dax-Wert war die Aktie von Delivery Hero mit minus 1,9 Prozent. Mit der Begebung von Wandelanleihen hat sich der Online-Essenslieferdienst mehr als eine Milliarde Euro an frischem Geld beschafft, um weiter wachsen zu können.

Die MTU -Aktie konnte nur kurzfristig von einer Analystenstudie profitieren. Letztlich ging sie mit minus 0,3 Prozent marktkonform aus dem Tag. Die französische Großbank Societe Generale hatte das Papier des Triebwerkherstellers zuvor auf ihre Kaufliste gesetzt. "MTU ist gut aufgestellt für eine Erholung der zivilen Luftfahrt und der A320-Familie, für die der Flugzeugbauer Airbus dynamische steigende Produktionsleistungen bis 2025 angekündigt hat", schrieb Analyst Zafar Khan unter anderem.

An der Dax-Spitze legte dagegen der Anteilschein von Siemens um 0,6 Prozent zu und steuert wieder auf sein im Frühjahr erreichtes Rekordhoch von knapp unter 146 Euro zu.

Der Euro schoss nach den US-Jobdaten kurz über 1,19 US-Dollar auf ein Mehrwochenhoch. Am frühen Abend kostete er dann 1,1884 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1872 (Donnerstag: 1,1846) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8423 (0,8442) Euro.

Am Rentenmarkt fiel der Rentenindex Rex um 0,02 Prozent auf 145,67 Punkte. Die Umlaufrendite verharrte auf minus 0,44 Prozent. Der Bund-Future gab um 0,22 Prozent auf 175,12 Punkte nach./ck/mis

Von Claudia Müller, dpa-AFX

@ dpa.de

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