S&P 500, US78378X1072

FRANKFURT - Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat rund um den Globus für Schockwellen an den Kapitalmärkten gesorgt.

24.02.2022 - 11:55:28

GESAMT-ROUNDUP/Ukraine-Krieg: Börsen auf Talfahrt - Wirtschaft in Turbulenzen. "Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Es herrscht Krieg in Europa", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners am Donnerstag in Frankfurt. Weltweit rauschten Aktienkurse nach unten, viele Investoren flüchteten in Anlagen wie Gold und deutsche Staatsanleihen, die in Krisenzeiten als sicher gelten.

sackte zum Handelsstart erstmals seit fast einem Jahr unter die Marke von 14 000 Punkten, erholte sich dann aber etwas. Im Sog des Ukraine-Konflikts war der Deutsche Aktienindex in den vergangenen sechs Börsentagen bereits um etwas mehr als fünf Prozent abgesackt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab zum Handelsstart am Donnerstag um 4,29 Prozent auf 3802,86 Punkte nach, dämmte seine Verluste dann aber ebenfalls etwas ein.

Auch die Börsen in Asien reagierten mit kräftigen Verlusten auf die russische Invasion in der Ukraine. In Tokio ging der Leitindex Nikkei 225 mit einem Minus von 1,81 Prozent bei 25 970,82 Punkten aus dem Handel. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland büßte 2,03 Prozent auf 4529,32 Punkte.

Am russischen Aktienmarkt ging der Ausverkauf weiter: Der RTS-Index brach um fast die Hälfte auf 612 Punkte ein. Binnen sechs Handelstagen summierten sich die Verluste dort auf rund 60 Prozent. Die russische Notenbank kündigte Interventionen am Devisenmarkt an, nachdem der Rubel auf ein Rekordtief zum US-Dollar gefallen war.

Schon am Mittwoch waren wichtige Börsenbarometer in den USA abgerutscht: Der Dow Jones Industrial fiel mit knapp 33 085 Punkten auf das niedrigste Niveau seit April 2021. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,84 Prozent auf 4225,50 Punkte. Er sackte ebenso auf das niedrigste Niveau seit Juni 2021 ab wie der technologielastige Nasdaq 100, der am Ende sogar 2,60 Prozent auf 13 509,43 Zähler einbüßte.

Anleger flüchteten in Gold oder Staatsanleihen: Eine Feinunze Gold (rund 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel 1949 US-Dollar, das ist der höchste Stand seit Januar 2021. Auch der deutsche Anleihemarkt legte zu: Am Morgen zog der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um etwa ein Prozent auf 167,64 Punkte an.

Die Europäische Zentralbank (EZB), von der im März eine Weichenstellung zum Ausstieg aus der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik erwartet wird, muss den Krieg in der Ukraine in ihren Entscheidungen berücksichtigen. "Wir werden bei unserer Sitzung im März eine umfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Aussichten vornehmen. Dazu gehören auch die jüngsten geopolitischen Entwicklungen", sagte EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane in einem am Mittwochabend veröffentlichten Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die geopolitischen Spannungen sind aktuell ein sehr bedeutsamer Risikofaktor, vor allem für Europa", sagte Lane.

@ dpa.de

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