MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Das nach den Worten von US-Präsident Donald Trump erfolgreich verlaufene historische Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea dürfte am Dienstag die Stimmung am deutschen Aktienmarkt positiv beeinflussen.

12.06.2018 - 08:17:24

Aktien Frankfurt Ausblick: USA-Nordkorea-Gipfeltreffen stimmt optimistisch. Der X-Dax signalisiert als vorbörslicher Indikator für den Leitindex Dax ein Plus von 0,34 Prozent auf 12 886 Punkte.

deutet sich ebenfalls ein freundlicher Handelsauftakt an.

Über ihr Treffen in Singapur äußerten sich Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un positiv. Beide unterschrieben inzwischen eine gemeinsame Vereinbarung, deren Inhalt noch unbekannt ist. Damit ist noch nicht klar, ob tatsächlich ein konkreter Schritt in Richtung einer atomaren Abrüstung Nordkoreas gelungen ist.

Auf Unternehmensseite richten sich die Blicke abermals auf die Deutsche Post sowie auf die Autobauer. Der Bonner Logistikkonzern hatte erst in der vergangenen Woche die Anleger mit einer Gewinnwarnung wegen Problemen im Briefgeschäft geschockt und Restrukturierungen angekündigt. Nun soll laut dem "Manager Magazin" der Vorstand des erst kürzlich geschaffenen Ressorts für Mobilitätslösungen, Jürgen Gerdes, gehen. Grund sei Unzufriedenheit mit dessen langjähriger Tätigkeit als Chef der Kernsparte PeP (Postbriefe, E-Commerce, Pakete).

Das Thema Abgas-Manipulation bleibt zugleich weiter im Fokus, wenn es um die Autobauer Daimler und VW geht. Am Vortag hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Klarheit von Vorstandschef Dieter Zetsche gefordert. Nun müssen die Stuttgarter wegen des Vorwurfs unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 774 000 Fahrzeuge zurückrufen, darunter 238 000 in Deutschland. Daimler will den Rückruf umsetzen, kündigte aber einen Widerspruch an. Die Aktien reagierten vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate mit moderaten Verlusten. Laut einem Händler sind größere Kursverluste nicht zu erwarten, da Zetsche ebenfalls gesagt haben soll, dass ein milliardenschweres Ordnungsgeld vom Tisch sei.

Im VW-Konzern rückte der Audi-Chef in den Blick der Ermittler. Die Münchner Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren gegen Rupert Stadler sowie ein weiteres Vorstandsmitglied ein. Zur Sicherung von Beweismaterial wurden deren Privatwohnungen durchsucht. Zur Last gelegt wird ihnen "Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung". Beide sollen Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung in Europa in den Verkehr gebracht haben. Bei VW hieß es dazu, es gelte weiterhin die Unschuldsvermutung. Die Aktie des Mutterkonzerns zeigte sich vorbörslich unverändert.

Eine negative Studie könnte unterdessen die Anteile von Wacker Chemie belasten. Auf Tradegate reagierten die Papiere allerdings nicht darauf. Die Schweizer Bank Credit Suisse hatte ihr Anlageurteil für das Spezialchemieunternehmen auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 135 auf 106 Euro gekappt. Analyst Mathew Hampshire-Waugh rechnet im kommenden Jahr mit einem Überangebot durch die Konkurrenz im Polysilizium-Geschäft und senkte daher seine operative Gewinnschätzung deutlich.

@ dpa.de

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