Produktion, Absatz

ZÜRICH - Der unter massiven Mittelabflüssen leidende Vermögensverwalter GAM greift nun zum letzten Mittel: Weil nach der Suspendierung des Fondsmanagers Tim Haywood jüngst viele Anleger Gelder abgezogen hatten, werden nun neun Fonds der schweizerischen Gesellschaft liquidiert, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

10.08.2018 - 17:54:24

Nach Fondsmanager-Suspendierung und Mittelabflüssen: GAM will Fonds liquidieren. Dabei handelt es sich um die von GAM verwalteten Vermögen mit einer sogenannten Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz. Bereits letzte Woche Donnerstag war der Handel mit diesen Fonds ausgesetzt worden.

Die Liquidierung der Fonds soll GAM zufolge den Anlegern zeitnaher erlauben, in regelmäßigen Abständen Auszahlungen zu erhalten. Zudem sollen durch dieses Verfahren alle Investoren gleich behandelt werden. Wann der Prozess starten soll, wurde derweil nicht mitgeteilt. Die verwalteten Vermögen der betroffenen Fonds betrugen Ende Juli etwas mehr als 7 Milliarden Franken und damit rund 4 Prozent des vom Schweizer Unternehmen verwalteten Vermögens.

GAM wirft Haywood nach einer internen Untersuchung vor, Probleme beim Management der Risiken sowie der Dokumentationspflichten gehabt zu haben. Es gebe jedoch keine Bedenken bezüglich seiner Ehrlichkeit. Zudem seien nach bisherigem Stand keine materiellen Nachteile für Kunden entstanden. Absolute-Return-Fonds verfolgen den Ansatz, eine marktunabhängige Rendite zu erzielen, daher hängen sie stark von den Entscheidungen der zuständigen Fondsmanager ab.

Die GAM-Aktien haben seit Bekanntgabe von Haywoods Suspendierung am 31. Juli in der Spitze fast 29 Prozent verloren. An diesem Freitag büßten die Papiere in Zürich zum Handelsschluss mehr als 4 Prozent ein.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Cisco überrascht mit Ausblick - Aktie legt nachbörslich deutlich zu. Für das erste Quartal stellte der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss in San Jose ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent in Aussicht. Von Bloomberg befragte Experten waren zuletzt im Schnitt nur von 3,7 Prozent ausgegangen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll dann bei 70 bis 72 US-Cent landen. Auch hier hatten die Experten weniger erwartet. Nachbörslich legten die Aktien um mehr als drei Prozent zu. SAN JOSE - Der Netzwerk-Spezialist Cisco hat mit seinem Ausblick auf das erste Quartal den Markt und die Experten überrascht. (Boerse, 15.08.2018 - 22:46) weiterlesen...

Kretschmann fordert schnellen Ausstieg aus der Kohle. "Das ist die dringlichste und allerwichtigste Klimaschutzmaßnahme auf Bundesebene, da können wir uns kein Zaudern leisten", sagte er der "Südwest Presse" (Donnerstag). Kretschmann beklagt eine verfehlte Klimaschutzpolitik auf Bundes- und auf europäischer Ebene. ULM - Vor dem Hintergrund der Hitze dieses Sommers hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung gefordert. (Boerse, 15.08.2018 - 19:18) weiterlesen...

Kassenärzte wollen höhere Vergütung für Hausbesuche. Sie solle von derzeit rund 20 Euro pro Besuch auf 30 Euro angehoben werden, forderte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Mittwoch zum Auftakt der Honorarverhandlungen für 2019 mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Angesichts des Aufwands sei die bisherige Vergütung für Hausbesuche zu gering, argumentiert die KBV - und verweist darauf, dass beispielsweise bei Handwerkern teils allein schon Anfahrtspauschalen höher seien. BERLIN - Um die Versorgung für Patienten abzusichern, wollen die Kassenärzte eine bessere Vergütung von Hausbesuchen erreichen. (Boerse, 15.08.2018 - 18:45) weiterlesen...

Schweiz mit Zulassungsstopp für einige Porsche- und Mercedes-Modelle (Boerse, 15.08.2018 - 18:42) weiterlesen...

Bewegung in Eurowings-Tarifverhandlungen. "Die Blockadehaltung der Geschäftsführung hat sich ein bisschen aufgeweicht", sagte Verdi-Verhandlungsführer Volker Nüsse am Mittwoch nach zwei Verhandlungstagen in Düsseldorf. In sachlichen Gesprächen habe das Unternehmen ein Angebot für Anfang September in Aussicht gestellt. BERLIN/DÜSSELDORF - In die Tarifverhandlungen für rund 1000 Kabinenbeschäftigte bei Eurowings kommt Bewegung. (Boerse, 15.08.2018 - 18:34) weiterlesen...

Weiter Vermisste unter Trümmern in Genua - Suche nach Schuldigem. Mitglieder der neuen populistischen Regierung machten am Mittwoch den privaten Betreiber der Autobahn für das Unglück verantwortlich. Die Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio und Matteo Salvini zeigten mit dem Finger in Richtung früherer Regierungen und der EU. Die EU-Kommission wies die Kritik zurück. GENUA - Nach dem Brückeneinsturz von Genua mit rund 40 Toten werden noch viele Menschen vermisst - und die Schuldzuweisungen gehen weiter. (Wirtschaft, 15.08.2018 - 17:48) weiterlesen...