Produktion, Absatz

OFFENBURG - Der von der EU angestrebte gemeinsame Schutz von Sparguthaben wäre nach Ansicht von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis der falsche Schritt.

12.06.2018 - 16:32:24

Sparkassen-Präsident Schleweis hält EU-Einlagensicherung für falsch. "Natürlich brauchen wir in der EU ein einheitliches Schutzniveau für Kundeneinlagen. Das erfordert aber keine Überweisung der angesparten Sicherungsmittel nach Brüssel", sagte Schleweis am Dienstag beim Baden-Württembergischen Sparkassentag in Offenburg. Der 64-Jährige ist seit Jahresbeginn Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, des Spitzenverbands der Sparkassen.

Die Pläne sind Teil der sogenannten EU-Bankenunion. In Deutschland heftig umstritten ist dabei das Sicherungssystem für Sparguthaben. Deutsche Banken und Sparkassen befürchten, am Ende könnten sie für in Schieflage geratene Institute in anderen EU-Ländern haften. Schleweis sagte, in allen EU-Mitgliedsstaaten sei seit 2015 ein einheitliches Sicherungsniveau festgeschrieben, die Bankenunion in diesem Punkt längst vollendet. "Wer heute etwas anderes sagt, dem geht es in Wirklichkeit um die Verschiebung finanzieller Lasten", betonte er.

Mit Deutschland seien es zehn Mitgliedsstaaten, die die Pläne der EU zum jetzigen Zeitpunkt höchst kritisch sähen. "Das macht klar: Ein europäischer Topf zur Einlagensicherung würde die EU nicht einen, was wir brauchen, sondern weiter auseinanderreißen", sagte Schleweis. "Ich kann nicht erkennen, dass wir uns das in Europa derzeit leisten können und sollten."

Auch der "Wirtschaftsweise" Volker Wieland mahnte, bei dem Thema langsam vorzugehen und erst die Bilanzen betroffener Banken in anderen Ländern in Ordnung zu bringen. Man dürfe jetzt keine Versicherung schaffen, um damit schon entstandene Schäden nachträglich zu decken, sagte er.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Daimler rudert wegen Zollstreit und Dieselaffäre beim Ausblick zurück. Im Jahr 2018 wird nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht unter Vorjahresniveau erwartet, wie der Dax -Konzern am Mittwochabend in Stuttgart mitteilte. Bisher war ein Ebit leicht über dem 2017er Wert von 14,7 Milliarden Euro angepeilt worden. Der Konzern rechnet mit einer Kaufzurückhaltung chinesischer Autofahrer und verwies zudem auf Kosten wegen des Rückrufs hunderttausender Dieselfahrzeuge in Europa. STUTTGART - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China und die Dieselaffäre hinterlassen beim Autobauer Daimler Spuren. (Boerse, 20.06.2018 - 23:00) weiterlesen...

Novo Nordisk mit positiven Studiendaten zum Hoffnungsträger Semaglutid. Das oral eingenommene Mittel habe sich in zwei Phase-III-Studie bei der Behandlung von Typ 2-Diabetes bei Erwachsenen in puncto Gewichtsreduktion und einem Blutzuckerlangzeitwert gegenüber Victoza als statistisch überlegen erwiesen, wie der Konzern am Mittwochabend in Bagsvaerd mitteilte. Die am US-Aktienmarkt gehandelten Hinterlegungsscheine der Dänen (ADRs) legten daraufhin um mehr als 2 Prozent zu. BAGSVAERD - Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk baut nach positiven Studiendaten weiter auf seinen Diabetes-Hoffnungsträger Semaglutid (Ozempic). (Boerse, 20.06.2018 - 22:49) weiterlesen...

Daimler senkt wegen Zollstreit zwischen USA und China den Ausblick. Im Jahr 2018 wird nun eine Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht unter Vorjahresniveau erwartet, wie der Dax -Konzern am Mittwochabend in Stuttgart mitteilte. Bisher war ein Ebit leicht über dem 2017er Wert von 14,7 Milliarden Euro angepeilt worden. STUTTGART - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterlässt beim Autobauer Daimler Spuren. (Boerse, 20.06.2018 - 22:37) weiterlesen...

Zwei-Prozent-Streit: Mattis lobt deutsche Steigerung des Wehretats. "Wir begrüßen die Ankündigung, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben bis 2024 um 80 Prozent steigern will", sagte Mattis bei einem Treffen mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Washington. Das sende eine stabilisierende Nachricht an die Länder, die andere bedrohten und internationales Recht verletzten. Mattis würdigte das Engagement Deutschlands innerhalb der Nato, etwa in Afghanistan oder an der Nato-Ostflanke in Litauen. BERLIN - Trotz der andauernden Auseinandersetzungen um die deutschen Verteidigungsausgaben hat US-Verteidigungsminister James Mattis die Anstrengungen der Bundesregierung gewürdigt. (Boerse, 20.06.2018 - 21:32) weiterlesen...

Ausschuss im EU-Parlament stimmt für Leistungsschutz und Uploadfilter. Beide Artikel erhielten am Mittwoch in einer geheimen Abstimmung im Rechtsausschuss eine knappe Mehrheit. Aller Voraussicht nach wird das Plenum im Juli darüber entscheiden, ob das Parlament in Verhandlung mit den EU-Staaten darüber tritt. Kritiker sehen in den möglichen Neuregelungen eine Gefahr des freien Internets. BRÜSSEL - Der maßgebliche Ausschuss im EU-Parlament hat sich beim europäischen Urheberrecht für die umstrittene Einführung von Uploadfiltern auf großen Online-Plattformen und das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverlage ausgesprochen. (Boerse, 20.06.2018 - 19:21) weiterlesen...

SAP droht nach Klage von Teradata ein Rechtsstreit in den USA. Nach eigenen Angaben hat Teradata eine Klageschrift bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht. Das Unternehmen fordert eine Unterlassung sowie einen finanziellen Ausgleich. FRANKFURT - Dem Walldorfer Software-Konzern SAP droht in den USA Ungemach: Das IT-Unternehmen Teradata behauptete am Mittwoch, dass der Dax-Konzern über Jahrzehnte geistiges Eigentum gestohlen und seine Marktmacht bei der Datenbank-Software Hana ausgenutzt habe. (Boerse, 20.06.2018 - 18:23) weiterlesen...