Ernährung, Produktion

GENF - Die Lebensmittelpreise haben nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) im März wie erwartet ein Rekordniveau erreicht.

08.04.2022 - 13:09:26

UN: Lebensmittelpreise haben laut Index Rekordniveau erreicht. Der FAO-Lebensmittel-Preisindex habe ein Allzeit-Hoch erklommen, sagte ein Sprecher der Organisation am Freitag in Genf. Besonders bemerkenswert sei der Kostenanstieg von Februar auf März, der 12,6 Prozent betragen habe. Das sei der zweithöchste Anstieg in der 70-jährigen Geschichte des Indexes, hieß es.

Speziell Getreide für Brot sowie Fleisch und Gemüse seien deutlich teurer geworden, während Reis, Milch und Zucker noch vergleichsweise erschwinglich blieben. Auch wenn der Einfluss des Ukraine-Konflikts nicht genau bezifferbar sei, "herrscht kein Zweifel, dass der Krieg eine wichtige Rolle spielt."

Angesichts dieser Entwicklung wiesen die Vereinten Nationen auf die schwierige Lage der Menschen in Teilen Afrikas hin. In der Sahelzone und Westafrika sei die Versorgung von rund 40 Millionen Menschen mit Lebensmitteln nicht gesichert, so ein Sprecher des UN-Welternährungsprogramms (WFP). "Die Region steht vor einer beispiellosen und sehr komplexen Nahrungskrise", sagte er.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Südzucker-Chef erwartet höhere Zuckerpreise. "Das ist heute schon sichtbar", sagte der Vorstandsvorsitzende der Tageszeitung "Mannheimer Morgen" (Samstag). MANNHEIM - Zucker wird nach Auffassung von Südzucker -Chef Niels Pörksen deutlich teurer werden. (Boerse, 25.06.2022 - 12:51) weiterlesen...

Putin nennt Debatte um ukrainisches Getreide 'aufgeblasen'. "Es wird künstlich eine Hysterie aufgeblasen wegen der Einstellung der Transporte, sagen wir mal, über die Schwarzmeerhäfen", sagte Putin nach Angaben der Agentur Interfax am Freitag bei einem Video-Gipfel der sogenannten Brics-Staaten. Weder behindere Russland Getreidelieferungen noch seien diese für die Versorgung der globalen Märkte entscheidend. Das Brics-Bündnis besteht aus den Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Benannt ist es nach deren Anfangsbuchstaben. MOSKAU - Die Diskussion um die Blockade ukrainischer Getreidelieferungen ist nach den Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin übertrieben. (Wirtschaft, 24.06.2022 - 17:10) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Verbio und Cropenergies brechen ein - Biosprit-Sorgen. Die Papiere von Verbio erwischte es am Nachmittag schwer. Sie brachen um zuletzt 18,8 Prozent ein, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach sich mehrere Länder innerhalb der G7-Gruppe dafür starkmachen, auf Biospritvorschriften vorübergehend zu verzichten, um die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise zu dämpfen. Darunter seien die Vertreter aus Deutschland und Großbritannien. FRANKFURT - Das Thema Biosprit in Zeiten der Lebensmittelknappheit lässt die Anleger am Donnerstag nicht los. (Boerse, 24.06.2022 - 16:05) weiterlesen...

G7-Außenminister: Russland verschärft weltweite Ernährungskrise. "Alle G7-Sanktionen sehen Ausnahmen vor, damit russische Lebensmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse auf die Weltmärkte gelangen können", hieß es anschließend in einer Erklärung des Auswärtigen Amtes in Berlin. Man weise Russlands Desinformationen mit Blick auf die verhängten Sanktionen zurück. BERLIN - Die Außenminister der G7-Staaten haben Russland die Verantwortung für die sich verschärfende weltweite Hungerkrise gegeben und Moskau zum Einlenken aufgefordert. (Boerse, 24.06.2022 - 15:23) weiterlesen...

Naturschützer befürchten neue Welle der Vogelgrippe. An der Westküste Schleswig-Holsteins wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche tote Seevögel gefunden, die mit einem Vogelgrippevirus infiziert waren. Betroffen sei vor allem eine noch unbekannte Zahl an Basstölpeln, die jetzt tot an den Stränden von Sylt angespült worden seien, teilte die Nationalparkverwaltung am Freitag mit. Einen genauen Virennamen nannte sie zunächst nicht. Auch aus Dänemark, Nordfrankreich und den Niederlanden würden gehäuft Fälle von Vogelgrippe gemeldet, sagte eine Sprecherin. TÖNNING - Naturschützer sind besorgt. (Boerse, 24.06.2022 - 14:53) weiterlesen...

Baerbock und Blinken kündigen mehr Hilfe für Ernährungssicherheit an. "Unsere Botschaft als G7 ist klar. Wir lassen nicht zu, dass der russische Angriffskrieg die Welt in Hunger stürzt. Wir handeln gemeinsam", sagte Baerbock am Freitag in Berlin bei einem Treffen mit Blinken, der kurz vor dem G7-Gipfel in Elmau an einer internationalen Konferenz der Bundesregierung zur Ernährungssicherheit teilnahm. BERLIN - Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihr US-Kollege Antony Blinken wollen gemeinsam mehr gegen die in Folge des Ukraine-Kriegs drohende Hungerkrise unternehmen. (Wirtschaft, 24.06.2022 - 14:14) weiterlesen...