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FRANKFURT - Delta-Variante, Lockdown-Befürchtungen, anziehende Inflation, ein gewöhnlich trister Börsenmonat August - und doch greifen die Anleger bei Aktien munter zu.

14.08.2021 - 09:03:27

Rekordjäger Dax - Hoffnung der Anleger größer als die Sorgen. Zu groß scheint die Furcht, den Zug zu verpassen. Mit 16 030 Punkten notierte der Deutsche Aktienindex Dax am Freitag im Handelsverlauf so hoch wie nie zuvor. Es ist bereits die dritte Tausendermarke, die der Dax im Jahr 2021 geknackt hat. Fast 17 Prozent Kursplus stehen nun zu Buche, ähnlich viel wie für den wohl bekannten Aktienindex der Welt, den Dow Jones.

zeigt: "Die Umsatzentwicklung in den USA und Europa ist robust." Der Anteil von Unternehmen, die die Erwartungen übertroffen hätten, sei in beiden Regionen nach oben geschossen und habe in den USA den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt erreicht.

Allerdings hätten die Kurse vieler Aktien nur begrenzt auf die guten Geschäftsentwicklungen reagiert, erklärt JPMorgan-Experte Mislav Matejka. Zu einem ähnlichen Urteil kommt - trotz des jüngsten Dax-Rekords - der langjährige Marktbeobachter Hans Bernecker in seinem Börsenbrief "Die Actien-Börse": "Die Superergebnisse aller Firmen werden glatt hingenommen, aber kaum honoriert."

Bernecker warnt denn auch vor zu viel Euphorie. Das aktuelle Niveau der Aktienmärkte sei durchaus gerechtfertigt, viel größere Sprünge erschienen kurzfristig aber eher unwahrscheinlich. "Die Märkte stellen sich frühzeitig auf das Ende der ultraleichten Geldpolitik ein, gleichgültig, wann sie beginnt." Daten der Bank of America zufolge scheinen gerade große Fondsmanager ihre Geldreserven eher hochzufahren und die Aktienquote in ihren Portfolios leicht zu senken.

Die Notenbanken, allen voran die Federal Reserve (Fed) in den USA, versuchen die Märkte mit behutsamen Worten auf eine zumindest leichte Straffung der Geldpolitik vorzubereiten, die sie zuletzt wegen der Corona-Krise nochmals gelockert hatten. Dass Samthandschuhe durchaus angebracht sind, zeigt ein Blick auf das Jahr 2018. Damals hatte Fed-Chef Jerome Powell eine Normalisierung der Geldpolitik ins Spiel gebracht. Die Börsenkurse waren daraufhin zum Jahresende hin stark gefallen.

Nach Ansicht von Fed-Kritikern wie dem Marktstrategen Albert Edwards von der französischen Bank Societe Generale befinden sich die Aktienmärkte schon lange in einer Abhängigkeit vom ultrabilligen Geld. "Die Zentralbanken sind Sklaven der von ihnen geschaffenen Blasen", schrieb Edwards erst jüngst in seiner viel beachteten Reihe "Global Strategy Weekly". Die Märkte - gemeint ist das Verhalten der Investoren - zwängen die Fed im Grunde, Straffungen der Geldpolitik rasch wieder zurückzunehmen.

So fließt - auch mangels Alternativen - seit Jahren viel billiges Geld in die Aktienmärkte. Falls steigende Zinsen den Geldfluss drosseln oder andere Anlagen wie Kontoguthaben attraktiver machen, dürften Investoren zumindest einen Teil ihrer Gelder vom Aktienmarkt abziehen. Geschieht dies in großem Umfang, können die Kurse auch stark abrutschen - mit Folgen auch für Konsum und die reale Wirtschaft.

Hans Bernecker ist da zuversichtlicher. Seiner Ansicht nach dürften sich Investoren auf eine Änderung der Geldpolitik einstellen. Daher drohe zwar ein unruhiger Herbst an der Börse - möglicherweise auch wegen wieder wachsender Sorgen infolge der Corona-Pandemie. Er rechnet aber nur mit einer "technischen Korrektur", also lediglich mit einem durchaus deutlicheren Rückschlag, aber keiner Umkehr des langfristig positiven Trends an den Aktienmärkten./mis/DP/nas

Von Michael Schilling, dpa-AFX

@ dpa.de

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