Aktien, Anleihen

BOSTON - Die Stimmung unter Aktienanlegern hat sich im Mai laut einer Befragung wieder verbessert.

25.05.2022 - 20:02:28

ANALYSE/State Street Bank: Vertrauen in Aktien steigt im Mai wieder. Der vom Vermögensverwalter State Street ermittelte Global Investor Confidence Index (ICI) stieg um 4,8 Punkte auf 97,1 Punkte, wie die Experten am Mittwoch mitteilten. Damit bewegt sich das Barometer für die Anlegerstimmung aber weiter unter der neutralen 100-Punkte-Marke, unter die es bereits im März gefallen war.

Die Anlegerstimmung hellte sich vor allem in Nordamerika auf, wie der entsprechende Teilindex mit einem Anstieg um 5,0 Punkte auf 99,1 Punkte zeigte. Jener für Asien legte moderat zu, während der europäische Confidence Index den dritten Monat in Folge nachgab.

Der Global Investor Confidence Index habe einen Großteil der im Vormonat verzeichneten Schwäche wieder wettgemacht, sagte Marvin Loh, leitender Makrostratege bei State Street Global Markets. Das Vertrauen der Anleger insbesondere in Nordamerika habe sich wahrscheinlich wegen der Leitzinserhöhung der Fed im Mai um 0,5 Prozentpunkte verbessert. Die Anleger rechneten nun mit einer Reihe vergleichbarer Erhöhungen in den kommenden Sitzungen, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Dabei stehe die Erreichung des sogenannten neutralen Zinssatzes bis zum Jahresende im Mittelpunkt. Der neutrale Zinssatz ist der Zins, der die wirtschaftlichen Aktivitäten weder zu sehr dämpft noch zu sehr antreibt.

Die Europäische Zentralbank aber habe ihren Normalisierungsprozess noch nicht eingeleitet, betonte Loh. Vor diesem Hintergrund sei der ICI für Europa auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren gefallen. "Die Inflation und der Krieg in der Ukraine haben die Stimmung stark belastet."

Die Risikobereitschaft in Asien blieb State Street zufolge weitgehend stabil. Dort hätten Anzeichen für einen Höhepunkt der Covid-Infektionen und eine Verbesserung der Mobilität zu einer moderaten Stimmungsaufhellung beigetragen.

Der Investor Confidence Index misst den Angaben zufolge die Risikobereitschaft der Anleger, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen in der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral - dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien New York Schluss: Deutliche Gewinne vor langem Wochenende. Der Leitindex Dow Jones Industrial schaffte am letzten Handelstag vor dem verlängerten Wochenende letztlich ein Plus von 1,05 Prozent auf 31 097,26 Punkte. Auf Wochensicht ist das dennoch ein Verlust von 1,3 Prozent. Am kommenden Montag findet in New York wegen des US-Unabhängigkeitstags (Independence Day) kein Börsenhandel statt. NEW YORK - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag nach einem wechselhaften Kursverlauf mit deutlichen Gewinnen geschlossen. (Boerse, 01.07.2022 - 22:37) weiterlesen...

Aktien New York: Wenig bewegt vor langem Wochenende - Wochenbilanz klar negativ. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg am letzten Handelstag vor dem verlängerten Wochenende zuletzt um 0,32 Prozent auf 30 875,35 Punkte, womit er auf ein Wochenminus von knapp zwei Prozent zusteuert. Am kommenden Montag findet in New York wegen des US-Unabhängigkeitstags (Independence Day) kein Börsenhandel statt. NEW YORK - Die US-Börsen haben am Freitag in einem wechselhaften, aber eher unspektakulären Kursverlauf nur bei den Standardindizes etwas zulegen können. (Boerse, 01.07.2022 - 20:24) weiterlesen...

US-Anleihen bei Anlegern weiter gefragt. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Staatsanleihen (T-Note-Future) stieg am letzten Handelstag der Woche, an dem der Handel bereits vorzeitig um 20.00 Uhr (MESZ) endet, zuletzt um 0,58 Prozent auf 119,22 Punkte. Im Gegenzug sank die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf 2,92 Prozent - zeitweise erreichte sie den tiefsten Stand seit einem Monat. WASHINGTON - Das Interesse der Investoren an als sicher wahrgenommenen Anlagen hat auch am Freitag angehalten. (Sonstige, 01.07.2022 - 19:21) weiterlesen...

Aktien Osteuropa Schluss: Deutliche Verluste - Gazprom-Kurssturz belastet Moskau. Damit tendierten sie im Gleichklang mit den internationalen Finanzmärkten. Inflationssorgen und Rezessionsängste prägten das weltweite Handelsgeschehen. PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU - Osteuropas wichtigste Börsen haben am Donnerstag mit deutlichen Kursverlusten geschlossen. (Boerse, 01.07.2022 - 19:11) weiterlesen...

Aktien Osteuropa Schluss: Verluste überwiegen - Moskau erneut stark unter Druck. Auch an den europäischen Leitbörsen und an der Wall Street dominierte eine mäßige Anlegerstimmung. Die Investoren weltweit fürchten ein Abrutschen verschiedener Länder in die Rezession. PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Freitag überwiegend tiefer geschlossen. (Boerse, 01.07.2022 - 19:01) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Schwache Woche endet wenig bewegt. Der EuroStoxx 50 verlor letztlich 0,19 Prozent auf 3448,31 Punkte, womit sich das Wochenminus auf 2,4 Prozent summiert. Für das erste Halbjahr hatte der Leitindex der Eurozone am Vortag einen satten Kursverlust von fast 20 Prozent verbucht. PARIS/LONDON - Europas Börsen haben am Freitag bei insgesamt wenig Bewegung mehrheitlich etwas schwächer geschlossen. (Boerse, 01.07.2022 - 18:36) weiterlesen...