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CREDIT SUISSE GROUP AG, CH0012138530

BERLIN / FRANKFURT - Kommunen in Deutschland bangen um Millionen.

05.03.2021 - 17:14:26

Greensill-Bank-Turbulenzen ziehen Kreise - Kommunen bangen um Geld. Die Turbulenzen der bisher eher Finanzprofis bekannten Bremer Greensill Bank ziehen immer weitere Kreise. Die Stadt Osnabrück hat 14 Millionen Euro und die Stadt Monheim 38 Millionen bei dem Institut angelegt, das die Finanzaufsicht wegen drohender Überschuldung vorerst geschlossen hat. Und es dürften nicht die einzigen Kommunen sein, die um ihr Geld fürchten. Denn die Greensill Bank AG bot in Zeiten von Null- und Negativzinsen Tages- und Festgeldanlagen zu ungewöhnlich hohen Sparzinsen an - nicht nur Kleinsparer griffen zu.

hatten mit dem umstrittenen britisch-australischen Finanzkonglomerat Greensill Geschäfte gemacht. Die Bank schließt nun vier Investmentfonds, so genannte Lieferketten-Finanzierungs-Fonds (Supply-Chain-Finance).

Credit Suisse machte dafür "Bewertungsunsicherheiten in Bezug auf bestimmte Vermögenswerte" und eingeschränkten Verfügbarkeit eines Versicherungsschutzes geltend. Greensill hatte Titel für diese Fonds verbrieft und versichert, wie eine Bank-Sprecherin sagte. Das Volumen der Fonds betrage zusammen etwa zehn Milliarden Dollar (8,4 Mrd Euro).

Die Fonds handelten mit Lieferantenforderungen. Greensill hatte das Geschäftsmodell entwickelt, Lieferanten offene Rechnungen abzukaufen. Er bezahlte die Lieferanten sofort, mit einem Abschlag, und machte Gewinn, wenn die Schuldner die Rechnungen später voll bezahlten. Die Bremer Tochter sorgte innerhalb der Greensill-Gruppe für die nötigen frischen Gelder für das Geschäft der Lieferkettenfinanzierung.

Die Anlagen wurden im Internet auch auf Portalen wie "Weltsparen" oder "Zinspilot" beworben. Zinsportale verteidigen das Vermitteln von Spareinlagen an die Greensill Bank. Man arbeite nur mit lizenzierten Instituten zusammen, die der jeweiligen Bankenaufsicht und teilweise weiteren Kontrollgremien unterlägen, teilte die Berliner Finanzfirma Raisin mit, die hinter dem Portal "Weltsparen" steht.

"Einlagen sind eine äußert sichere Anlageform", betonte die Hamburger Firma Deposit Solutions, die die Portale "Zinspilot" und "Savedo" betreibt. Deposit Solutions kooperiere nur mit Banken, die eine Erlaubnis zum Einsammeln von Privatkundeneinlagen hätten und deren Kundeneinlagen durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt seien. Die Zusammenarbeit mit Greensill habe man inzwischen beendet.

@ dpa.de