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NEW YORK - Der Euro ist am Montag im US-Handel etwas unter Druck geblieben.

13.12.2021 - 21:11:25

Devisen: Euro unter 1,13 US-Dollar - Türkische Lira erreicht weitere Rekordtiefs. Zu Beginn einer Woche mit wichtigen geldpolitischen Entscheidungen kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1289 US-Dollar. Im asiatischen Handel hatte sie noch zeitweise über 1,13 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1278 (Freitag: 1,1273) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8867 (0,8871) Euro.

Die neue Woche steht im Zeichen der Geldpolitik. Es werden zahlreiche Entscheidungen von Notenbanken erwartet. Viel Aufmerksamkeit ziehen die Notenbanken der großen Volkswirtschaften USA, Eurozone, Großbritannien und Japan auf sich. Es wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank auf die hohe Inflation reagiert und den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Ausrichtung beschleunigt. Die EZB entscheidet über den Fortgang ihres Corona-Krisenprogramms.

Unterdessen hält der Sinkflug der türkischen Lira an. Im europäischen Geschäft gab die Währung zu US-Dollar und Euro deutlich um jeweils etwa vier Prozent nach und fiel abermals auf historische Tiefstände. Für einen US-Dollar mussten am Montag erstmals mehr als 14 Lira gezahlt werden, ein Euro kostete erstmalig mehr als 16 Lira. Seit Jahresbeginn hat die Lira etwa die Hälfte ihres Werts gegenüber den beiden bedeutendsten Währungen der Welt eingebüßt. Die Lira wird seit längerem durch die geldpolitische Ausrichtung der türkischen Notenbank belastet. Trotz einer ungewöhnlich hohen Inflation von zuletzt gut 21 Prozent sind die Währungshüter auf Zinssenkungskurs gegangen.

Die Lira erholte sich im Tagesverlauf von ihren Verlusten. Die Notenbank stemmte sich mit Eingriffen auf Devisenmarkt gegen den neuerlichen Kurseinbruch, wie sie es zuletzt bereits mehrfach getan hatte. Eine nachhaltige Trendwende erwarten Ökonomen allerdings nicht. Die Devisenreserven der Notenbank sind gering. An der Hauptursache, den zu niedrigen Zinsen, ändern die Interventionen auch nichts.

@ dpa.de

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